Samstag, 24. Juli 2021

17. Sonntag im Jahreskreis (25.7.2021)

Hier finden Sie alle Texte zum heutigen Sonntag.

Gedanken und Informatonen zum Sonntagevangelium gibt Pfr. Martin Wetzel: Video
Und hier seine beiden Predigten zum 17. Jahressonntag:

Das Ende des Sonntagsevangelium hat mich besonders fasziniert:

Da erkannte Jesus, dass sie kommen würden, um ihn in ihre Gewalt zu bringen und zum König zu machen. Daher zog er sich wieder auf den Berg zurück, er allein. (Joh 6,15)

Er allein ...

Zeiten des Alleinseins können helfen, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und Kraft zu finden für den oft doch stressigen Alltag. Mir hilft das oft; aber genauso natürlich die Gemeinschaft mit Freunden!

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In wenigen Tagen beginnen die Sommerferien - vielleicht haben Sie eine Reise geplant?

Dann möchte ich Ihnen gerne einen Reisesegen mit auf den Weg geben:

Die Koffer sind gepackt, an die Papiere ist gedacht, nichts ist vergessen.
Die Reise kann losgehen.

Dass alles gut gehe, darum bitte ich dich, Gott.
Bewahre mich und alle anderen, die mit mir unterwegs sind, vor Unfall und Schaden.
Schenke gutes Ankommen und gute Rückkehr.

Herr Jesus Christus, wir sind mit dir unterwegs. Wenn du mit uns gehst, geschieht etwas an uns und durch uns.

Wir bitten dich:

  • Öffne unsere Herzen für deine Liebe und lass uns diese Liebe den Menschen weitergeben, denen wir begegnen.
     
  • Öffne unsere Augen für die Wunder deiner Schöpfung.

  • Öffne unsere Hände, damit wir die Hände der anderen ergreifen und dort helfen, wo Hilfe nötig ist.

  • Herr, lass unsere Füße sichere Schritte tun auf dem Weg des Friedens.

  • Lass uns einander suchen und finden und wohlbehalten heimkehren voller schöner Erlebnisse!

  • Lass diesen Weg ein kleiner Schritt sein auf dem großen Weg zu dir!

  • Herr, wir freuen uns, dass wir mit dir unterwegs sind.

Gott, der im Himmel wohnt, wird euch auf eurer Reise behüten.
Sein Engel möge euch begleiten.
 


(Bild: JR 2016)

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Ihnen allen einen gesegneten Sonntag und eine möglichst erholsame Ferienzeit - allein oder in Gemeinschaft!

Jörg Riebold, Diakon



 

 

 

 





Donnerstag, 22. Juli 2021

 22. Juli - Fest der Heiligen Maria Magdalena


14 Denn die Liebe Christi drängt uns, da wir erkannt haben: Einer ist für alle gestorben, also sind alle gestorben. 15 Er ist aber für alle gestorben, damit die Lebenden nicht mehr für sich leben, sondern für den, der für sie starb und auferweckt wurde. 16 Also kennen wir von jetzt an niemanden mehr dem Fleische nach; auch wenn wir früher Christus dem Fleische nach gekannt haben, jetzt kennen wir ihn nicht mehr so. 17 Wenn also jemand in Christus ist, dann ist er eine neue Schöpfung: Das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden. 
2 Korinther 5, 14-17


1 Am ersten Tag der Woche kam Maria von Magdala frühmorgens, als es noch dunkel war, zum Grab und sah, dass der Stein vom Grab weggenommen war. 2 Da lief sie schnell zu Simon Petrus und dem anderen Jünger, den Jesus liebte, und sagte zu ihnen: Sie haben den Herrn aus dem Grab weggenommen und wir wissen nicht, wohin sie ihn gelegt haben. 

11 Maria aber stand draußen vor dem Grab und weinte. Während sie weinte, beugte sie sich in die Grabkammer hinein. 12 Da sah sie zwei Engel in weißen Gewändern sitzen, den einen dort, wo der Kopf, den anderen dort, wo die Füße des Leichnams Jesu gelegen hatten. 13 Diese sagten zu ihr: Frau, warum weinst du? Sie antwortete ihnen: Sie haben meinen Herrn weggenommen und ich weiß nicht, wohin sie ihn gelegt haben. 14 Als sie das gesagt hatte, wandte sie sich um und sah Jesus dastehen, wusste aber nicht, dass es Jesus war. 15 Jesus sagte zu ihr: Frau, warum weinst du? Wen suchst du? Sie meinte, es sei der Gärtner, und sagte zu ihm: Herr, wenn du ihn weggebracht hast, sag mir, wohin du ihn gelegt hast! Dann will ich ihn holen. 16 Jesus sagte zu ihr: Maria! Da wandte sie sich um und sagte auf Hebräisch zu ihm: Rabbuni!, das heißt: Meister. 17 Jesus sagte zu ihr: Halte mich nicht fest; denn ich bin noch nicht zum Vater hinaufgegangen. Geh aber zu meinen Brüdern und sag ihnen: Ich gehe hinauf zu meinem Vater und eurem Vater, zu meinem Gott und eurem Gott. 18 Maria von Magdala kam zu den Jüngern und verkündete ihnen: Ich habe den Herrn gesehen. Und sie berichtete, was er ihr gesagt hatte. 
Johannesevangelium 2, 1-2.11-18


M. Wetzel

 Hl. Jakobus


Am 25. Juli ist das Fest des Apostels Jakobus - und damit das Patrozinium der St. Jakobuskirche in Neckarau. Was erfährt man in der Bibel über Jakobus? Antworten finden Sie in diesem Video.

M. Wetzel

Mittwoch, 21. Juli 2021

 Mittwoch der 16. Woche im Jahreskreis


Die Lesung vom Tag:

Exodus 16:1–5, 9–15
1 Die ganze Gemeinde der Israeliten brach von Elim auf und kam in die Wüste Sin, die zwischen Elim und dem Sinai liegt. Es war der fünfzehnte Tag des zweiten Monats nach ihrem Auszug aus Ägypten. 2 Die ganze Gemeinde der Israeliten murrte in der Wüste gegen Mose und Aaron. 3 Die Israeliten sagten zu ihnen: Wären wir doch im Land Ägypten durch die Hand des HERRN gestorben, als wir an den Fleischtöpfen saßen und Brot genug zu essen hatten. Ihr habt uns nur deshalb in diese Wüste geführt, um alle, die hier versammelt sind, an Hunger sterben zu lassen. 4 Da sprach der HERR zu Mose: Ich will euch Brot vom Himmel regnen lassen. Das Volk soll hinausgehen, um seinen täglichen Bedarf zu sammeln. Ich will es prüfen, ob es nach meiner Weisung lebt oder nicht. 5 Wenn sie am sechsten Tag feststellen, was sie zusammengebracht haben, wird es doppelt so viel sein, wie sie sonst täglich gesammelt haben. 
9 Dann sagte Mose zu Aaron: Sag der ganzen Gemeinde der Israeliten: Tretet hin vor den HERRN; denn er hat euer Murren gehört! 10 Während Aaron zur ganzen Gemeinde der Israeliten sprach, wandten sie sich zur Wüste hin. Da erschien plötzlich in der Wolke die Herrlichkeit des HERRN. 11 Der HERR sprach zu Mose: 12 Ich habe das Murren der Israeliten gehört. Sag ihnen: In der Abenddämmerung werdet ihr Fleisch zu essen haben, am Morgen werdet ihr satt werden von Brot und ihr werdet erkennen, dass ich der HERR, euer Gott, bin. 
13 Am Abend kamen die Wachteln und bedeckten das Lager. Am Morgen lag eine Schicht von Tau rings um das Lager. 14 Als sich die Tauschicht gehoben hatte, lag auf dem Wüstenboden etwas Feines, Knuspriges, fein wie Reif, auf der Erde. 15 Als das die Israeliten sahen, sagten sie zueinander: Was ist das? Denn sie wussten nicht, was es war. Da sagte Mose zu ihnen: Das ist das Brot, das der HERR euch zu essen gibt. 


M. Wetzel

Dienstag, 20. Juli 2021

 'Wie geht es weiter nach Corona?'


Zu diesem Thema haben Pastoralreferentin Sabine Hansen und ich gestern Abend zu einer Zoom-Konferenz eingeladen. Für alle, die nicht dabei sein konnten: Eine Aufzeichnung der Zoom-Konferenz finden Sie hier (ohne die Gruppengespräche). Unter dem Video finden Sie auch weiterführende Literaturangaben und Links.

M. Wetzel

Freitag, 16. Juli 2021

16. Sonntag im Jahreskreis - Von Hirten, Schafe und einsamen Orten...

… so würde ich für mich die 3 biblischen Lesungen des 16. Sonntags im Jahreskreis übertiteln.

Beim Durchlesen sind mir sofort die Bilder von den „Schafen und Hirten“, von „drinnen und draußen“ und von „Achtsamkeit und Entschleunigung“ gekommen.

In der ersten Lesung hören wir von den Schafen und den Hirten.

Bei uns sieht man eher selten Schafsherden mit dem Hirten durchziehen. Aber gerade in der erbitterten Corona-Auseinandersetzung, wer denn die richtige Antwort auf die Pandemie hat, kommt ganz dieses Bild oft vor als Vorwurf der Verschwörungstheoretiker: Ihr seid doch alle Schafe, genauer „Schlafschafe“ – und das dann durchaus als Schimpfwort gedacht. 
Querdenker und Verschwörungsgläubige betiteln die anderen gerne als „Schlafschafe“, die willenlos alles mit sich machen lassen, alles glauben was die Regierung, die Virologen und das Robert-Koch-Institut sagen.

Wer möchte schon Schaf sein?
Wer aber gibt den Kurs an, wer zeigt den Weg durch die Pandemie?
Wer leitet das Volk?
Unsere gewählte Regierung hat dazu den Auftrag durch den Wählerwillen des Volkes.
Und ganz klar sprechen wir bei ihnen nicht von guten „Hirtinnen und Hirten“ – dieses Bild ist für den kirchlichen Raum „reserviert“.
Menschen brauchen immer wieder Leitung und Führung – in Gesellschaft und Kirche.

In unserer Lesung hören wir auch von  Hirten, die ihrem Hirtenauftrag nicht nachgekommen sind.
Und auch hier haben wir Anknüpfungspunkte aus unserer kirchenpolitischen Situation.
Haben nicht auch „Hirten“ unserer Kirche ihr Amt schamlos entwürdigt, indem sie Kinder missbraucht haben?

„Weh den Hirten, die die Schafe meiner Weide zugrunde richten und zerstreuen – Spruch des Herrn.“ (Jer 23,1).

Im  Laacher Messbuch steht als Kommentar: „Was würde Jeremia heute uns sagen, der Kirche? Natürlich ist diese Mahnrede auch als gewaltiges Drohwort gegen die zu lesen, die in schreckliche Weise ihre Hirtenpflicht, ihre Sorge um die Menschen nicht nur verletzt, sondern ihre besondere Position schändlich missbraucht haben. Jeremia verspricht im Namen Gottes, dass alle, die im Namen Gottes oder als Hirten Schändliches getan haben, zur Rechenschaft gezogen werden.“

Aber gilt dieses Wort nicht uns allen?

Die klassische Einteilung von Schafen und Hirte stimmt ja bei uns nicht mehr. Auch wir, die nicht Geweihten, tragen Verantwortung und sind nicht einfach willenlose Schafe. Ein oben und unten gibt es nicht mehr?

Und mit diesem Bild bin ich bei der zweiten Lesung.

Da geht es um „drinnen und draußen“ – letztlich um die Frage, wer gehört dazu? Wer wird ausgegrenzt? 
Jesus denkt nicht in solchen Kategorien. Er ist gekommen, dass alle Menschen das Leben in Fülle haben (Joh 10,10). Er will uns zu neuen Menschen machen.
Diese Lesung sollten wir im Blick haben, wenn wir immer wieder Verlautbarungen und Aussagen tätigen, die zwar betonen, jede/r ist willkommen, dann aber auch gleich wieder Begrenzungen festlegen. 
Klar denke ich hier an gleichgeschlechtliche Paare, an geschiedene Wiederverheiratete, aber auch an Menschen, die noch nicht den vollen Weg der Kirchlichkeit gehen wollen und z.B ihr Kind segnen (nicht taufen) lassen wollen….
Kirche, wir alle sollten deutlich machen, dass Menschen ihre Würde in Gott haben und keiner von uns die andere/den anderen richten darf.
Das ist Evangelium Jesu Christi.

Und im Tagesevangelium greift Jesus die erste Lesung auf und zeigt, wie der gute Hirte handelt: er sorgt sich um die Seinen, er hat Mitleid mit ihnen, er lehrt sie, damit sie gerüstet sind für ihre Aufgaben, in die er sie stellt.

„Kommt mit an einen einsamen Ort, wo wir allein sind, und ruht euch ein wenig aus.“

Mit kommt sofort das Bild der Achtsamkeit, der Entschleunigung, aber auch des Kräftesammelns in Jesu Gegenwart.

Jesus nimmt seine Jünger aus dem Alltag heraus. 

In der Corona-Zeit, gerade auch mit den harten Lockdowns, sind wir auch irgendwie aus dem Alltag genommen worden – auch kirchlich, religiös, spirituell.
In Jesu Gegenwart – er ist immer an unserer Seite – waren wir an einem Ort der Einsamkeit und haben gemerkt, dass wir suchen müssen, was uns geistlich gut tut.
Die Routine, Eucharistiefeier am Sonntag, wurde durchbrochen.
Ich glaube, jede/r hat den eigenen einsamen Ort gefunden, wo sie/er Kraft, Mut und neue Hoffnung schöpfen konnte.
So spüre ich, dass unser Glaubensleben sogar durch diese Krisenzeit bereichert wurde und wird.
Wir brauchen den guten Hirten Jesus, wir brauchen „Hirtinnen und Hirten“ auf unserm Weg, wir sind aber keine „Schlafschafe“, die willenlos mittrotten.

Pfr. Wetzel hat auf seinem youtube-Kanal   eine exegetische Einordnung der Texte dieses Sonntags dargestellt - mir sind diese Bilder wichtig mir ihren Anknüpfungen in meinem, unseren Leben und Alltag.

Vielleicht ergänzen sich beide Ansatzpunkte.

https://www.youtube.com/watch?v=Mzl06vihHsU

Ihnen allen einen gesegneten Sonntag und eine gute Woche. Ich wünsche Ihnen, dass Sie immer wieder Ihre „einsamen Orte in der Gegenwart des guten Hirten Jesus“ finden.

Sabine Hansen, Pastoralreferentin


Donnerstag, 15. Juli 2021

Donnerstag der 15. Woche im Jahreskreis


Die Lesung vom Tag: 

13 Da sagte Mose zu Gott: Gut, ich werde also zu den Israeliten kommen und ihnen sagen: Der Gott eurer Väter hat mich zu euch gesandt. Da werden sie mich fragen: Wie heißt er? Was soll ich ihnen sagen? 14 Da antwortete Gott dem Mose: Ich bin, der ich bin. Und er fuhr fort: So sollst du zu den Israeliten sagen: Der Ich-bin hat mich zu euch gesandt. 15 Weiter sprach Gott zu Mose: So sag zu den Israeliten: Der HERR, der Gott eurer Väter, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs, hat mich zu euch gesandt. Das ist mein Name für immer und so wird man mich anrufen von Geschlecht zu Geschlecht. 16 Geh, versammle die Ältesten Israels und sag ihnen: Der HERR, der Gott eurer Väter, der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, ist mir erschienen und hat mir gesagt: Ich habe sorgsam auf euch geachtet und habe gesehen, was man euch in Ägypten antut. 17 Da habe ich gesagt: Ich will euch aus dem Elend Ägyptens hinaufführen in das Land der Kanaaniter, Hetiter, Amoriter, Perisiter, Hiwiter und Jebusiter, in ein Land, in dem Milch und Honig fließen. 
18 Wenn sie auf dich hören, so geh mit den Ältesten Israels zum König von Ägypten; sagt ihm: Der HERR, der Gott der Hebräer, ist uns begegnet. Und jetzt wollen wir drei Tagesmärsche weit in die Wüste ziehen und dem HERRN, unserem Gott, Schlachtopfer darbringen. 19 Ich weiß, dass euch der König von Ägypten nicht ziehen lässt, es sei denn, er würde von starker Hand dazu gezwungen. 20 Erst wenn ich meine Hand ausstrecke und Ägypten niederschlage mit allen meinen Wundern, die ich in seiner Mitte vollbringe, wird er euch ziehen lassen. 
(Exodus 3, 13-20)


M. Wetzel

 Informationen zum Sonntagsevangelium



M. Wetzel

Dienstag, 13. Juli 2021

 Dienstag der 15. Woche im Jahreskreis


1 Ein Mann aus dem Hause Levi ging hin und nahm eine Frau aus dem gleichen Stamm. 2 Die Frau wurde schwanger und gebar einen Sohn. Weil sie sah, dass er schön war, verbarg sie ihn drei Monate lang. 3 Als sie ihn nicht mehr verborgen halten konnte, nahm sie ein Binsenkästchen, dichtete es mit Pech und Teer ab, legte das Kind hinein und setzte es am Nilufer im Schilf aus. 4 Seine Schwester blieb in der Nähe stehen, um zu sehen, was mit ihm geschehen würde. 
5 Die Tochter des Pharao kam herab, um im Nil zu baden. Ihre Dienerinnen gingen unterdessen am Nilufer auf und ab. Auf einmal sah sie im Schilf das Kästchen und ließ es durch ihre Magd holen. 6 Als sie es öffnete und hineinsah, lag ein weinendes Kind darin. Sie hatte Mitleid mit ihm und sie sagte: Das ist ein Hebräerkind. 7 Da sagte seine Schwester zur Tochter des Pharao: Soll ich zu den Hebräerinnen gehen und dir eine Amme rufen, damit sie dir das Kind stillt? 8 Die Tochter des Pharao antwortete ihr: Ja, geh! Das Mädchen ging und rief die Mutter des Knaben herbei. 9 Die Tochter des Pharao sagte zu ihr: Nimm das Kind mit und still es mir! Ich werde dich dafür entlohnen. Die Frau nahm das Kind zu sich und stillte es. 10 Als der Knabe größer geworden war, brachte sie ihn der Tochter des Pharao. Diese nahm ihn als Sohn an, nannte ihn Mose und sagte: Ich habe ihn aus dem Wasser gezogen. 
11 Die Jahre vergingen und Mose wuchs heran. Eines Tages ging er zu seinen Brüdern hinaus und schaute ihnen bei der Fronarbeit zu. Da sah er, wie ein Ägypter einen Hebräer schlug, einen seiner Stammesbrüder. 12 Mose sah sich nach allen Seiten um, und als er sah, dass sonst niemand da war, erschlug er den Ägypter und verscharrte ihn im Sand. 13 Als er am nächsten Tag wieder hinausging, sah er zwei Hebräer miteinander streiten. Er sagte zu dem, der im Unrecht war: Warum schlägst du deinen Stammesgenossen? 14 Der Mann erwiderte: Wer hat dich zum Aufseher und Schiedsrichter über uns bestellt? Meinst du, du könntest mich umbringen, wie du den Ägypter umgebracht hast? Da bekam Mose Angst und sagte: Die Sache ist also bekannt geworden. 

15 Der Pharao hörte von diesem Vorfall und wollte Mose töten; Mose aber entkam ihm. Er wollte in Midian bleiben und setzte sich an einen Brunnen. 
(Exodus 2, 1-15)


M. Wetzel

Samstag, 10. Juli 2021

 Gedanken zum Sonntag


Im Evangelium  vom 15. Sonntag im Jahreskreis hören wir davon, dass Jesus seine Apostel aussendet um in seinem Namen Gutes zu tun. 
Die Beschreibung wie Jesus seine Jünger aussendet erinnert mich immer wieder auch an Seelsorge und den Dienst an unseren Mitmenschen in der heutigen Welt. 
Jesus schickt die Jünger ohne jegliche Habseligkeiten auf die Reise. Auch die Seelsorger in der heutigen Zeit brauchen nichts von hohem materiellen Wert für ihren Dienst. Es reicht die Bereitschaft etwas Gutes tun zu wollen, ein offenes Ohr und Herz für die Sorgen und Nöte des jeweiligen Gegenübers.
Weiter sagt Jesus, dass die Jünger solange einem Haus bleiben sollen bis sie den Ort wieder verlassen. Für mich bedeutet das: Bleibe solange als Seelsorger bei einem Menschen wie er deine Hilfe braucht und du ihn oder sie nicht mit ruhigem Gewissen alleine lassen kannst. Wenn aber sich die Sorgen und Nöte soweit gelegt haben, dann gehe zu einer anderen Person.  Denn es gibt in dieser Welt genug Menschen die Hilfe brauchen. 
Gleichzeitig darf ich auch annehmen, wenn ein Mensch meine Hilfe gar nicht in Anspruch nehmen möchte. Dann so Jesus soll man das Haus hinter sich lassen und den Staub, die Abweisung nicht an sich ran kommen lassen. Die Abweisung soll einen selbst erst gar nicht belasten.
Wenn man diese Ratschläge Jesus nicht nur als Seelsorger annimmt sondern jeder von uns in seinem Leben vielleichtspürt , dass es gar nicht viel braucht um Gutes zu tun und seinen Fähigkeiten immer so einsetzt, dass vielen Menschen geholfen werden kann. Dann denke ich kann jeder aus dem heutigen Evangelium etwas für die kommenden Wochen mit in seinen Alltag nehmen. Dann sind wir alle unterwegs im Auftrag unseres Herrn Jesus Christus.

Besonders in diesen Zeiten braucht es Mut um sich nicht durch Corona die Freude nehmen zu lassen. Diesen Mut wünsche ich uns allen und auch dass wir durch unsere Freude gute Taten an anderen Menschen vollbringen können.

Vincenz Schnarz, Praktikant

Donnerstag, 8. Juli 2021

Donnerstag der 14. Woche im Jahreskreis


Die Lesung vom Tag:

Genesis 44:18–21, 23b–29, 45:1–5
18 Da trat Juda an ihn heran und sagte: Bitte, mein Herr, darf dein Knecht etwas zu meinem Herrn sagen? Dein Zorn entbrenne deswegen nicht gegen deinen Knecht; denn du bist wie der Pharao. 19 Mein Herr hat seine Knechte gefragt: Habt ihr einen Vater oder Bruder? 20 Wir erwiderten meinem Herrn: Wir haben einen alten Vater und den Jüngsten, der ihm im hohen Alter geboren wurde. Dessen Bruder ist gestorben; er ist allein von seiner Mutter noch da und sein Vater liebt ihn. 21 Du aber hast deinen Knechten gesagt: Bringt ihn her zu mir, ich will mein Auge auf ihn richten. 

23 Du aber sagtest zu deinen Knechten: Wenn euer jüngster Bruder nicht mit euch herabkommt, dürft ihr mir nicht mehr unter die Augen treten. 24 Als wir zu deinem Knecht, meinem Vater, hinaufgekommen waren, erzählten wir ihm, was mein Herr gesagt hatte. 25 Als dann unser Vater sagte: Kauft uns noch einmal etwas Brotgetreide!, 26 entgegneten wir: Wir können nicht hinunterziehen; nur wenn unser jüngster Bruder dabei ist, ziehen wir hinunter. Wir können nämlich dem Mann nicht mehr unter die Augen treten, wenn nicht unser jüngster Bruder dabei ist. 27 Darauf antwortete uns dein Knecht, mein Vater: Ihr wisst, dass mir meine Frau zwei Söhne geboren hat. 28 Einer ist von mir gegangen und ich sagte: Er ist gewiss zerfetzt worden. Ich habe ihn bis heute nicht mehr gesehen. 29 Nun nehmt ihr mir auch den noch weg. Stößt ihm ein Unglück zu, dann bringt ihr mein graues Haar vor Leid in die Unterwelt. 

45 1 Josef vermochte nicht mehr an sich zu halten vor allen, die um ihn standen, und rief: Schafft mir alle Leute hinaus! So stand niemand bei ihm, als er sich seinen Brüdern zu erkennen gab. 2 Er begann so laut zu weinen, dass es die Ägypter hörten; auch am Hof des Pharao hörte man davon. 3 Josef sagte zu seinen Brüdern: Ich bin Josef. Ist mein Vater noch am Leben? Seine Brüder waren nicht fähig, ihm zu antworten, weil sie fassungslos vor ihm standen. 4 Josef sagte zu seinen Brüdern: Kommt doch näher zu mir her! Als sie näher herangetreten waren, sagte er: Ich bin Josef, euer Bruder, den ihr nach Ägypten verkauft habt. 5 Jetzt aber schmerze es euch nicht und es brenne nicht in euren Augen, weil ihr mich hierher verkauft habt. Denn um Leben zu erhalten, hat mich Gott vor euch hergeschickt. 



M. Wetzel

Dienstag, 6. Juli 2021

 Dienstag der 14. Woche im Jahreskreis


Die Lesung vom Tag:

23 In derselben Nacht stand er auf, nahm seine beiden Frauen, seine beiden Mägde sowie seine elf Kinder und durchschritt die Furt des Jabbok. 24 Er nahm sie und ließ sie den Fluss überqueren. Dann schaffte er alles hinüber, was ihm sonst noch gehörte. 25 Als er allein zurückgeblieben war, rang mit ihm ein Mann, bis die Morgenröte aufstieg. 26 Als der Mann sah, dass er ihn nicht besiegen konnte, berührte er sein Hüftgelenk. Jakobs Hüftgelenk renkte sich aus, als er mit ihm rang. 27 Er sagte: Lass mich los; denn die Morgenröte ist aufgestiegen. Er entgegnete: Ich lasse dich nicht los, wenn du mich nicht segnest. 28 Er fragte ihn: Wie ist dein Name? Jakob, antwortete er. 29 Er sagte: Nicht mehr Jakob wird man dich nennen, sondern Israel – Gottesstreiter –; denn mit Gott und Menschen hast du gestritten und gesiegt. 30 Nun fragte Jakob: Nenne mir doch deinen Namen! Er entgegnete: Was fragst du mich nach meinem Namen? Dann segnete er ihn dort. 31 Jakob gab dem Ort den Namen Peniël – Gottes Angesicht – und sagte: Ich habe Gott von Angesicht zu Angesicht gesehen und bin doch mit dem Leben davongekommen. 

32 Die Sonne schien bereits auf ihn, als er durch Penuël zog; er hinkte an seiner Hüfte. 33 Darum essen die Israeliten den Muskelstrang über dem Hüftgelenk nicht bis auf den heutigen Tag; denn er hat Jakobs Hüftgelenk, den Hüftmuskel berührt. 
(Genesis 32, 23-31)

Kurzpredigt und Fürbitten aus der Messe in der St. Jakobuskirche


M. Wetzel

Samstag, 3. Juli 2021

 Impuls zum Sonntag


 















Bild: Friedbert Simon In: Pfarrbriefservice.de


                  Wir lernen Jesus kennen, wenn wir ihm nachfolgen!


Im Markusevangelium Kapitel 6, 1-6  macht Jesus eine ganz spezielle Erfahrung von Heimat. Jesus kommt zu Besuch in seine Heimatstadt Nazareth. Die Leute kennen ihn und wissen, aus welcher Familie er stammt. 

Zuerst hören die Menschen Jesus in der Synagoge zu. Sie staunen und sagen: Woher hat er das alles, diese Weisheit, die ihm gegeben ist, und die Wunder, die durch ihn geschehen.

Doch diese neue Erfahrung wird nicht zugelassen. Sie haben ihr festes Bild von Jesus aufgrund seiner Herkunft. Sie lehnen Jesus ab. Sie sind nicht bereit, sich wirklich auf ihn einzulassen – sie vertrauen lieber dem, was  sie zu wissen glauben.

Jesus wundert sich über ihren Unglauben. Und er konnte in seiner Heimatstadt keine Wunder tun. Und wie reagiert Jesus in so einer Situation?

Das Markusevangelium erzählt im nächsten Vers: „Und Jesus zog durch die benachbarten Dörfer und lehrte dort“.  Jesus macht einfach weiter. Er lässt sich nicht beirren, in anderen Dörfern genau das Gleiche zu predigen wie in seiner Heimatstadt. Er ist weder frustriert, noch zweifelt er an sich selbst. Er geht weg aus einer Heimatstadt und zieht weiter wie zuvor durch die Landschaft seiner Heimat. 

Ich denke, das, was in Jesu Heimatstadt Nazareth passiert ist, wiederholt sich immer wieder und hat sich in den 2000 Jahren immer wieder ereignet. Sie lehnten ihn ab.  Wie oft wird heute seine Botschaft abgelehnt? Können und wollen wir uns auf ihn einlassen?

Keinem von uns bleibt die Erfahrung von Ablehnung im Alltag erspart. In solchen Situationen stehen wir oft kraftlos und hilflos da.  Die Ablehnung kann uns Angst und Wut einjagen, und dann ist oft jeder klare Gedanke dahin. Die Frage ist, wie gehe ich mit Ablehnung um? Wie ist meine Reaktion? Wage ich einen neuen Versuch? Oder sage ich schon im Vorfeld: Es klappt doch sowieso nicht, keine Chance…

Das heutige Evangelium macht uns eindeutig Mut für den Alltag. Wenn wir uns nicht verstanden fühlen, wenn andere uns ablehnen und uns nichts glauben, uns nicht akzeptieren wollen, dann müssen wir nicht verzweifeln, resignieren.  Gehen wir unseren Weg weiter… wie Jesus seinen Weg gegangen ist.  Wir lernen Jesus kennen, wenn wir ihm nachfolgen. 


Ich wünsche Ihnen allen einen gesegneten Sonntag und bleiben Sie behütet und gesund.

Gabriele Kaliga, Gemeindereferentin


Freitag, 2. Juli 2021

Donnerstag, 1. Juli 2021

 Donnerstag der 13. Woche im Jahreskreis


Die Lesung vom Tag:


1 Nach diesen Ereignissen stellte Gott Abraham auf die Probe. Er sprach zu ihm: Abraham! Er sagte: Hier bin ich. 2 Er sprach: Nimm deinen Sohn, deinen einzigen, den du liebst, Isaak, geh in das Land Morija und bring ihn dort auf einem der Berge, den ich dir nenne, als Brandopfer dar! 

3 Frühmorgens stand Abraham auf, sattelte seinen Esel, nahm zwei seiner Jungknechte mit sich und seinen Sohn Isaak, spaltete Holz zum Brandopfer und machte sich auf den Weg zu dem Ort, den ihm Gott genannt hatte. 4 Als Abraham am dritten Tag seine Augen erhob, sah er den Ort von Weitem. 5 Da sagte Abraham zu seinen Jungknechten: Bleibt mit dem Esel hier! Ich aber und der Knabe, wir wollen dorthin gehen und uns niederwerfen; dann wollen wir zu euch zurückkehren. 

6 Abraham nahm das Holz für das Brandopfer und lud es seinem Sohn Isaak auf. Er selbst nahm das Feuer und das Messer in die Hand. So gingen beide miteinander. 7 Da sprach Isaak zu seinem Vater Abraham. Er sagte: Mein Vater! Er antwortete: Hier bin ich, mein Sohn! Dann sagte Isaak: Hier ist Feuer und Holz. Wo aber ist das Lamm für das Brandopfer? 8 Abraham sagte: Gott wird sich das Lamm für das Brandopfer ausersehen, mein Sohn. Und beide gingen miteinander weiter. 

9 Als sie an den Ort kamen, den ihm Gott genannt hatte, baute Abraham dort den Altar, schichtete das Holz auf, band seinen Sohn Isaak und legte ihn auf den Altar, oben auf das Holz. 10 Abraham streckte seine Hand aus und nahm das Messer, um seinen Sohn zu schlachten. 11 Da rief ihm der Engel des HERRN vom Himmel her zu und sagte: Abraham, Abraham! Er antwortete: Hier bin ich. 12 Er sprach: Streck deine Hand nicht gegen den Knaben aus und tu ihm nichts zuleide! Denn jetzt weiß ich, dass du Gott fürchtest; du hast mir deinen Sohn, deinen einzigen, nicht vorenthalten. 13 Abraham erhob seine Augen, sah hin und siehe, ein Widder hatte sich hinter ihm mit seinen Hörnern im Gestrüpp verfangen. Abraham ging hin, nahm den Widder und brachte ihn statt seines Sohnes als Brandopfer dar. 14 Abraham gab jenem Ort den Namen: Der HERR sieht, wie man noch heute sagt: Auf dem Berg lässt sich der HERR sehen. 

15 Der Engel des HERRN rief Abraham zum zweiten Mal vom Himmel her zu 16 und sprach: Ich habe bei mir geschworen – Spruch des HERRN: Weil du das getan hast und deinen Sohn, deinen einzigen, mir nicht vorenthalten hast, 17 will ich dir Segen schenken in Fülle und deine Nachkommen überaus zahlreich machen wie die Sterne am Himmel und den Sand am Meeresstrand. Deine Nachkommen werden das Tor ihrer Feinde einnehmen. 18 Segnen werden sich mit deinen Nachkommen alle Völker der Erde, weil du auf meine Stimme gehört hast. 19 Darauf kehrte Abraham zu seinen Jungknechten zurück. Sie machten sich auf und gingen miteinander nach Beerscheba. Abraham blieb in Beerscheba wohnen.
(Genesis 22, 1-19)


Kurzpredigt aus der Messe in der St. Josefskirche.


M. Wetzel

Sonntag, 27. Juni 2021

 ...Kalenderblatt zum verspäteten Blogbeitrag:



...wusste schon Buddha....

Stefan Mayer


Freitag, 25. Juni 2021

Infos zum Sonntagsevangelium


Einige Informationen zum Sonntagsevangelium (Markus 5, 21-43) finden Sie in diesem Video.

M. Wetzel

Donnerstag, 24. Juni 2021

 24. Juni - Hochfest der Geburt Johannes des Täufers


Tagesgebet:

Gott,
du hast den heiligen Johannes den Täufer berufen,
das Volk des Alten Bundes
Christus, seinem Erlöser, entgegenzuführen.
Schenke deiner Kirche die Freude im Heiligen Geist
und führe alle, die an dich glauben,
auf dem Weg des Heiles und des Friedens.
Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. Amen


M. Wetzel

Samstag, 19. Juni 2021

 „Ich habe Angst, aber ich bin nicht allein“

 










Pfarrbriefservice, Foto: Friedbert Simon


12. Sonntag im Jahreskreis: Mk 4, 35-41 35 

Am Abend dieses Tages sagte er zu ihnen: Wir wollen ans andere Ufer hinüberfahren.
36 Sie schickten die Leute fort und fuhren mit ihm in dem Boot, in dem er saß, weg; und andere Boote begleiteten ihn.
37 Plötzlich erhob sich ein heftiger Wirbelsturm und die Wellen schlugen in das Boot, sodass es sich mit Wasser zu füllen begann.
38 Er aber lag hinten im Boot auf einem Kissen und schlief. Sie weckten ihn und riefen: Meister, kümmert es dich nicht, dass wir zugrunde gehen?
39 Da stand er auf, drohte dem Wind und sagte zu dem See: Schweig, sei still! Und der Wind legte sich und es trat völlige Stille ein.
40 Er sagte zu ihnen: Warum habt ihr solche Angst? Habt ihr noch keinen Glauben?
41 Da ergriff sie große Furcht und sie sagten zueinander: Wer ist denn dieser, dass ihm sogar der Wind und das Meer gehorchen?

Angst ist ein ureigenes Gefühl, das den Menschen aufmerksam und fluchtbereit das Überleben sicherte. Im Alltag gibt es immer wieder angstvolle Situationen, dabei kann die Angst das Leben durch eine starke Ausprägung stark einschränken. Die biblische Geschichte der Sturmstillung erzählt von Vertrauen und Ängsten. 

Jesus ist mit den Jüngern im Boot auf dem See Genezareth. Während Jesus schläft, zieht ein Unwetter auf und die Freunde haben große Angst zu ertrinken. In ihrer Furcht vergessen sie, dass Jesus bei ihnen ist. Sie wecken ihn voller Angst, werfen ihm vor, sich nicht um ihre Probleme zu kümmern und sie im Stich zu lassen. Jesus stellt dadurch fest, dass der Glaube der Jünger an ihn und Gott nur gering ist. Er besänftigt daraufhin den Sturm und die Wellen und zeigt ihnen somit, dass er der Sohn Gottes ist und sich somit von uns Menschen unterscheidet. Jeder Mensch muss seinen eigenen Lebensweg bewältigen. Wir werden dabei mit schwierigen Entscheidungen und unvorhersehbaren, scheinbar ausweglosen Situationen konfrontiert, wodurch individuelle Erfahrungen gemacht werden. Wer auf Jesus und Gott vertraut und an sie glaubt, braucht sich nicht vor der Zukunft fürchten, braucht keine Angst zu haben. Es wird immer jemand da sein, der uns bei Problemen, Hilfe und Unterstützung anbietet.


Gebet

Manchmal haben wir Angst, 

wenn wir von anderen ausgelacht,

hin- und her gestoßen werden,

wenn wir im Dunkeln sind,

uns allein gelassen fühlen.

Manchmal spüren wir einen Sturm in uns,

dann ist uns alles zu viel,

es passt nichts mehr zusammen

wir brausen auf wie eine Welle,

sind ungerecht und streiten uns.

Jesus, zeig uns, wie es anders geht,

wie wir uns wieder beruhigen,

damit die Angst vergeht,

auch Streit und Wut.

Danach geht es uns besser.

Jesus, wir staunen über dich.

Mit dir kehrt Ruhe ein.

Du gibst neue Kraft.

Dir können wir vertrauen.

Bleib unser Freund. Amen


Gerda Hofmann


 Erstkommuniongottesdienst in St. Josef


Heute Vormittag hatten wir einen festlichen Gottesdienst mit 5 Erstkommunionkindern und ihren Gästen in der St. Josefskirche. Hier im Video finden Sie einen Gruß und einige Eindrücke von diesem Gottesdienst.

M. Wetzel

Donnerstag, 17. Juni 2021

 Donnerstag der 11. Woche im Jahreskreis


Lesung vom Tag:

1 Lasst euch doch ein wenig Unverstand von mir gefallen! Aber das tut ihr ja. 2 Denn ich werbe eifrig um euch mit dem Eifer Gottes; ich habe euch einem einzigen Mann verlobt, um euch als reine Jungfrau zu Christus zu führen. 3 Ich fürchte aber, wie die Schlange einst durch ihre Falschheit Eva täuschte, könntet auch ihr in euren Gedanken von der aufrichtigen und reinen Hingabe an Christus abkommen. 4 Ihr nehmt es ja offenbar hin, wenn irgendeiner daherkommt und einen anderen Jesus verkündet, als wir verkündet haben, wenn ihr einen anderen Geist empfangt, als ihr empfangen habt, oder ein anderes Evangelium, als ihr angenommen habt. 5 Ich denke doch, ich stehe den Überaposteln keineswegs nach. 6 Im Reden mag ich ein Stümper sein, aber nicht in der Erkenntnis; wir haben es euch in jeder Weise gezeigt. 7 Oder habe ich einen Fehler gemacht, als ich, um euch zu erhöhen, mich selbst erniedrigte und euch das Evangelium Gottes verkündete, ohne etwas dafür zu nehmen? 8 Andere Gemeinden habe ich ausgeplündert und Geld von ihnen genommen, um euch dienen zu können. 9 Aber als ich zu euch kam und in Schwierigkeiten geriet, bin ich niemandem zur Last gefallen; was ich zu wenig hatte, ergänzten die Brüder, die aus Mazedonien kamen. Ich habe also darauf Wert gelegt, euch in keiner Weise zur Last zu fallen, und werde auch weiterhin darauf Wert legen. 10 So gewiss die Wahrheit Christi in mir ist: Diesen Ruhm wird mir im Gebiet von Achaia niemand nehmen. 11 Warum? Liebe ich euch etwa nicht? Gott weiß es.
(2. Korintherbrief 11, 1-11)

Predigt und Fürbitten aus der Messe in der St. Josefskirche.


M. Wetzel

Dienstag, 15. Juni 2021

 Dienstag der 11. Woche im Jahreskreis



1 Wir berichten euch jetzt, Brüder und Schwestern, von der Gnade, die Gott den Gemeinden Mazedoniens erwiesen hat. 2 Während sie durch große Not geprüft wurden, verwandelten sich ihre übergroße Freude und ihre tiefe Armut in den Reichtum ihrer selbstlosen Güte. 3 Ich bezeuge, dass sie nach Kräften und sogar über ihre Kräfte spendeten, ganz von sich aus. 4 Sie haben uns eindringlich um die Teilnahme an diesem Liebeswerk und die Gemeinschaft des Dienstes für die Heiligen gebeten. 5 Und über unsere Erwartung hinaus haben sie sich eingesetzt, zunächst für den Herrn, aber auch für uns, wie es Gottes Wille war. 
6 Daraufhin ermutigten wir Titus, dieses Liebeswerk, das er früher bei euch begonnen hatte, nun auch zu vollenden. 7 Wie ihr aber an allem reich seid, an Glauben, Rede und Erkenntnis, an jedem Eifer und an der Liebe, die wir in euch begründet haben, so sollt ihr euch auch an diesem Liebeswerk mit reichlichen Spenden beteiligen. 8 Ich meine das nicht als strenge Weisung, aber ich gebe euch Gelegenheit, angesichts des Eifers anderer auch eure Liebe als echt zu erweisen. 9 Denn ihr kennt die Gnade unseres Herrn Jesus Christus: Er, der reich war, wurde euretwegen arm, um euch durch seine Armut reich zu machen. 
(2. Korintherbrief 8, 1-9)


M. Wetzel

Sonntag, 13. Juni 2021

 Erstkommunion in St. Jakobus


Heute fand der festliche Erstkommuniongottesdienst mit vier Erstkommunionkindern in der
St. Jakobuskirche statt. In diesem Video können sie ein paar Eindrücke davon bekommen.

M. Wetzel

Samstag, 12. Juni 2021

 Gedanken zum 11.Sonntag im Jahreskreis

Im Sonntagevangelium hören wir von zwei Bildern die uns Menschen das Reich Gottes näher beschreiben. 

Als erstes ist die Rede von einem Mann, der Samen auf das Feld. Der Mann der die Saat ausgebracht hat weiß nicht wie sich aus dem Samen etwas entwickelt hat, er weiß e nur dass etwas Neues aus dem Samen entsteht. Er hat Vertrauen und weiß aus Erfahrung und Gefühl, dass er seinen Teil- das Aussähen dazu beiträgt damit etwas Schönes aus der Erde entstehen kann. Der Rest überlässt er der Erde.

Wir Menschen versuchen unsern Teil auf Erden um ein gutes Leben zu führen. Dennoch können wir nur einen geringen Teil auf Erden vollbringen. Wir vertrauen darauf, dass Gott unser Leben vollendet und zum Guten führt.

Mir gibt diese Vorstellung sehr viel Kraft und Zuversicht, dass Gott meine guten Taten sieht und so auch ich einen Platz in seinem Himmelreich erhalte.

Als zweites ist die Rede von einem Senfkorn. Es ist so klein und dennoch kann etwas sehr großes wunderbar Nützliches daraus werden. 

Wie das Senfkorn klein ist, so sind so manche Taten die wir für andere Menschen vollbringen für uns nur eine Kleinigkeit. Es ist nicht schwer etwas Nettes für einen Mitmenschen zu tun oder ein paar nette Worte aufzubringen. Für uns also nichts Großes wie eben ein Senfkorn. Für unseren Mitmenschen kann aber diese kleine gute Geste etwas sehr großes und Schönes sein. Lassen wir uns also nicht entmutigen wenn wir vielleicht das Gefühl haben, dass wir durch unsere Taten nicht viel bewirken können.

Jede gute Tat kann ein Samen sein der aufgeht und etwas großes Wunderbares schaffen kann. Jede gute Tat schafft Gemeinschaft. Jede gute Tat schafft ein Stück Reich Gottes auf Erden. 

So wünsche ich Ihnen eine gesegnete Woche. Bleiben Sie gesund.

Vincenz Schnarz, Praktikant

Donnerstag, 10. Juni 2021

 Donnerstag der 10. Woche im Jahreskreis


15 Bis heute liegt die Hülle auf ihrem Herzen, wenn Mose vorgelesen wird. 16 Sobald er aber zum Herrn zurückkehrt, wird die Hülle entfernt. 17 Der Herr aber ist der Geist; wo aber der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit. 18 Wir alle aber schauen mit enthülltem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn wie in einem Spiegel und werden so in sein eigenes Bild verwandelt, von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, durch den Geist des Herrn. 

4 1 Daher erlahmt unser Eifer nicht in dem Dienst, der uns durch Gottes Erbarmen übertragen wurde. 
3 Wenn unser Evangelium dennoch verhüllt ist, ist es nur denen verhüllt, die verloren gehen; 4 denn der Gott dieser Weltzeit hat das Denken der Ungläubigen verblendet. So strahlt ihnen der Glanz des Evangeliums von der Herrlichkeit Christi, der Gottes Bild ist, nicht auf. 5 Wir verkünden nämlich nicht uns selbst, sondern Jesus Christus als den Herrn, uns aber als eure Knechte um Jesu willen. 6 Denn Gott, der sprach: Aus Finsternis soll Licht aufleuchten!, er ist in unseren Herzen aufgeleuchtet, damit aufstrahlt die Erkenntnis des göttlichen Glanzes auf dem Antlitz Christi. 
(2. Korintherbrief 3, 15-18.4,1.3-6)



M. Wetzel

Dienstag, 8. Juni 2021

 Dienstag in der 10. Woche im Jahreskreis


18 Gott ist treu, er bürgt dafür, dass unser Wort euch gegenüber nicht Ja und Nein zugleich ist. 19 Denn Gottes Sohn Jesus Christus, der euch durch uns verkündet wurde – durch mich, Silvanus und Timotheus –, ist nicht als Ja und Nein zugleich gekommen; in ihm ist das Ja verwirklicht. 20 Denn er ist das Ja zu allem, was Gott verheißen hat. Darum ergeht auch durch ihn das Amen zu Gottes Lobpreis, vermittelt durch uns. 21 Gott aber ist es, der uns mit euch auf Christus hin stärkt und der uns gesalbt hat. 22 Er hat uns auch sein Siegel aufgedrückt und als ersten Anteil den Geist in unsere Herzen gegeben. 
(2 Korinther 1, 18-22)


M. Wetzel

Samstag, 5. Juni 2021

 10. Sonntag im Jahreskreis



20 Jesus ging in ein Haus und wieder kamen so viele Menschen zusammen, dass sie nicht einmal mehr essen konnten. 21 Als seine Angehörigen davon hörten, machten sie sich auf den Weg, um ihn mit Gewalt zurückzuholen; denn sie sagten: Er ist von Sinnen. 

22 Die Schriftgelehrten, die von Jerusalem herabgekommen waren, sagten: Er ist von Beelzebul besessen; mit Hilfe des Herrschers der Dämonen treibt er die Dämonen aus. 23 Da rief er sie zu sich und belehrte sie in Gleichnissen: Wie kann der Satan den Satan austreiben? 24 Wenn ein Reich in sich gespalten ist, kann es keinen Bestand haben. 25 Wenn eine Familie in sich gespalten ist, kann sie keinen Bestand haben. 26 Und wenn sich der Satan gegen sich selbst erhebt und gespalten ist, kann er keinen Bestand haben, sondern es ist um ihn geschehen. 27 Es kann aber auch keiner in das Haus des Starken eindringen und ihm den Hausrat rauben, wenn er nicht zuerst den Starken fesselt; erst dann kann er sein Haus plündern. 28 Amen, ich sage euch: Alle Vergehen und Lästerungen werden den Menschen vergeben werden, so viel sie auch lästern mögen; 29 wer aber den Heiligen Geist lästert, der findet in Ewigkeit keine Vergebung, sondern seine Sünde wird ewig an ihm haften. 30 Sie hatten nämlich gesagt: Er hat einen unreinen Geist. 

31 Da kamen seine Mutter und seine Brüder; sie blieben draußen stehen und ließen ihn herausrufen. 32 Es saßen viele Leute um ihn herum und man sagte zu ihm: Siehe, deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und suchen dich. 33 Er erwiderte: Wer ist meine Mutter und wer sind meine Brüder? 34 Und er blickte auf die Menschen, die im Kreis um ihn herumsaßen, und sagte: Das hier sind meine Mutter und meine Brüder. 35 Wer den Willen Gottes tut, der ist für mich Bruder und Schwester und Mutter. 
(Markusevangelium 3, 20-35)

Aus einem Bibelkommentar zu dieser Stelle:

Markus komponiert diese Perikope, um die Themen der Christologie und der Jüngerschaft zu verbinden, und platziert diese ursprünglich nicht zusammenhängenden Erzählungen an einer strategischen Stelle in seinem Evangelium, nach der Auswahl der Zwölf, die einen neuen Abschnitt des Evangeliums einleitet. Die erste Erzählung, 3,20-21 und 31-35, handelt von der Familie Jesu. Während die natürliche Familie Jesu für unausgeglichen hält, wird die wahre Familie als diejenigen offenbart, die den Willen Gottes tun (3,35). Eingebettet in diese Erzählung ist die schwerwiegendere Anklage gegen Jesus, die von den Jerusalemer Schriftgelehrten erhoben wird: dass er von Beelzebul besessen ist und Dämonen durch den Fürsten der Dämonen austreibt (3,22). 
Die Ernsthaftigkeit des Konflikts wird durch Jesu Gegenvorwurf deutlich, dass seine Ankläger die Sünde der Lästerung gegen den Heiligen Geist begehen. Eine solche Aussage Jesu ist stark ironisch, da er von den Schriftgelehrten der Gotteslästerung angeklagt wurde (2,7) und später aufgrund dieser Anklage verurteilt werden wird (14,64). Indem die Schriftgelehrten das befreiende und heilende Wirken Jesu der Welt des Satans zuschreiben, begehen sie die ultimative Beleidigung für Gott.

Das Thema der Jüngerschaft, das in 1,16-20 begonnen wurde, wird auch hier intensiviert. Jesus bildet eine neue Familie, die aus denen besteht, die er explizit beruft (die Jünger), sowie aus denen, die um ihn versammelt sind, um seine Lehre zu hören, und die aufgerufen sind, den Willen Gottes zu tun. Jesus gibt nicht an, was im Konkreten das Tun des Willens Gottes ausmacht. Trotz der Bedeutung dieses Ausspruchs taucht der Begriff des Willens Gottes bei Markus nicht häufig auf. An einer entscheidenden Stelle bietet Markus jedoch einen Schlüssel dazu, was es bedeutet, den Willen Gottes zu tun, und warum es eine Person zu einer Mutter, einem Bruder oder einer Schwester für Jesus macht. In Gethsemane (siehe 14,32-42), unmittelbar vor den Ereignissen, in denen die Spaltungen, die Jesus verursacht, in seiner endgültigen Verwerfung durch sein eigenes Volk und seiner Verlassenheit durch seine Jünger gipfeln werden, betet Jesus: "Abba, Vater, alle Dinge sind dir möglich; nimm diesen Kelch von mir; doch nicht, was ich will (thelō), sondern was du willst (theleis)" (14,36). Jesus erfüllt hier die Bedingungen für Jünger, die zuvor im Evangelium genannt wurden. Der Jünger ist einer, der Gottes Willen tut (3,35), der zu Gott mit einem Glauben betet, der glaubt, dass Gott das Gewünschte bewirken wird (11,23-24), und der wie ein Kind wird, um in das Reich Gottes zu gelangen (10,15). 
DONAHUE, JOHN R. ; HARRINGTON, DANIEL J. ; HARRINGTON, D. J. (ed.): The Gospel of Mark, Sacra Pagina Series. vol. 2. Collegeville, MN : The Liturgical Press, 2002 (übersetzt mit DeepL)

Ich wünsche Ihnen einen gesegneten Sonntag

M. Wetzel

 Fronleichnam - Bilder



M. Wetzel

Donnerstag, 3. Juni 2021

 Fronleichnam - Bilder und Musik




Orgelmusik zu Beginn des Fronleichnamsgottesdienstes, anschließend: Ich lobe meinen Gott an diesem Morgen - (Sängerinnen aus dem Chören von Maria Hilf, Leitung: Melanie Slota; Orgel: Arthur Janz)



Gloria-Kanon aus dem Fronleichnamsgottesdienst - (Sängerinnen aus dem Chören von Maria Hilf, Leitung: Melanie Slota)






'Blessing' aus dem Fronleichnamsgottesdienst und Orgelspiel - (Sängerinnen aus dem Chören von Maria Hilf, Leitung: Melanie Slota; Orgel: Arthur Janz)







M. Wetzel

Dienstag, 1. Juni 2021

 Dienstag in der 9. Woche im Jahreskreis


9 In derselben Nacht badete ich, ging in meinen Hof hinaus und legte mich an der Hofmauer zum Schlafen nieder; mein Gesicht war unverhüllt wegen der Hitze. 10 Ich wusste aber nicht, dass Spatzen über mir in der Mauer waren. Ihr warmer Kot fiel mir in die Augen und führte zu weißen Flecken. Ich ging zu den Ärzten, um mich behandeln zu lassen, aber je mehr Arzneien sie mir daraufstrichen, desto mehr erblindeten meine Augen an den weißen Flecken, bis sie ganz blind waren. Vier Jahre lang konnte ich meine Augen nicht gebrauchen. Alle meine Brüder waren meinetwegen bekümmert. Achikar sorgte zwei Jahre lang für meinen Unterhalt, bevor er nach Elymaïs ging. 

11 In jener Zeit verdiente meine Frau Hanna Geld durch Frauenarbeiten. 12 Sie schickte die Arbeiten ihren Herren und die bezahlten ihr den Lohn. Einmal, an einem siebten Dystros, stellte sie das Webstück fertig und schickte es den Herren und die gaben ihr den ganzen Lohn und schenkten ihr dazu ein Ziegenböcklein für den Herd. 13 Als sie zu mir heimkam, begann das Böcklein zu meckern. Da rief ich sie und sagte: Woher ist dieses Böcklein? Ist es etwa gestohlen? Gib es seinen Herren zurück! Wir haben kein Recht, etwas Gestohlenes zu essen. 14 Sie sagte zu mir: Es wurde mir als Geschenk zum Lohn hinzugegeben. Ich aber glaubte ihr nicht und sagte, sie solle es den Herren zurückgeben und ich wurde rot vor Zorn über sie. Darauf erwiderte sie und sagte zu mir: Und wo sind jetzt deine Werke der Barmherzigkeit? Wo sind deine gerechten Taten? Es ist doch bekannt, was mit dir los ist!  (Tobit 2, 9-14)



M. Wetzel

 Christi Himmelfahrt Predigt und Orgelspiel aus der Vorabendmesse M. Wetzel