Posts mit dem Label Trost werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Trost werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 8. Mai 2020

5. Mai 2020 - 75 Jahre Kriegsende



8. Mai 2020 – der Tag der Befreiung

75 Jahre Kriegsende
Der 8. Mai ist der Tag der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht.
Unsägliches Leid ist durch die Herrschaft der Nationalsozialisten über Deutschland, Europa, die Welt gekommen.

Nie wieder – Krieg, Rassismus, Nationalismus, Ausgrenzung

Ja zu – Völkerverständigung, Nächstenliebe, Toleranz, Aussöhnung

Währet den Anfängen – Zivilcourage in einer Zeit, in der nationalistisches, rassistisches Denken wieder salonfähig scheint.
Die Stimme erheben für die Nächste/den Nächsten, für Friede auf der Welt, gegen Ungerechtigkeiten, für den Schutz jeden menschlichen Lebens.

 
 
 
Geplant war ein ökumenischer Gottesdienst – bedingt durch die Coronakrise, wird es eine Stellwand in jeder unserer Kirchen geben.

Wir wollen an diesen Tag erinnern, an die Zeiten davor und danach!

Viele, viele von uns sind betroffen, sei es als Zeitzeugin/Zeitzeuge oder als Nachkriegskinder und Nachkriegsenkelkinder.

Wir laden Sie ein, in das ausgelegte Buch Ihre Gedanken, Gefühle, Gebete zu schreiben – aber auch die Namen derer, die aus Ihren Familien diese Zeit nicht überlebt haben.


Nehmen Sie an den Ausgängen den Zettel „Friede sei mit dir" mit, auf der Rückseite können Sie auch einen Namen schreiben.

Wir werden allen Opfern dieser barbarischen Zeit im Gebet gedenken und es werden Kerzen für sie brennen.


Kein Mensch ist vergessen!
Kath. Seelsorgeeinheit Mannheim Südwest Rheingoldstr. 3 68199 Mannheim Tel:0621/30085600

Sabine Hansen, Past.ref.

Dienstag, 28. April 2020

Mut-Mach-Buch

 
Liebe Freundinnen und Freunde,
liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,
liebe Schwestern und Brüder
in der Kirchengemeinde Mannheim Südwest,
Corona-Zeit ist unsichere Zeit.
Corona-Zeit ist aber auch kreative Zeit.
Eine Zeit des Glaubens – wir besinnen uns auf den Glauben, der uns trägt. Wir stärken andere Menschen in dieser Zeit und werden selbst auch gestärkt. Wir merken, dass wir als Getaufte und Gefirmte Verantwortung für unseren Glauben übernehmen können.
Wir sind nicht einsam – wir sind gemeinsam auf dem Weg – immer noch, auch wenn wir uns nicht am Sonntag zum Gottesdienst treffen können.
Wir stehen für einander ein und begleiten einander.
In der Schweiz gibt es dazu eine wunderbare Idee.
In St. Gallen wurden die Menschen dazu aufgerufen, ein Kapitel der Bibel auszuwählen und es in ihrer Handschrift abzuschreiben – so wie es die Mönche in früher in den Klöstern getan haben.
Viele Menschen empfinden diese Corona-Zeit als Zeit der Isolation, der Untätigkeit und der Ungewissheit. Deshalb fand die Idee in St. Gallen sofort großen Anklang.
Wir – Sandra Nitsche und Sabine Hansen – möchten die Idee in einer etwas abgewandelten Form aufgreifen und ein „Mut-Mach-Buch“ in der Kirchengemeinde entstehen lassen.
Wir laden Sie/Euch ein, an diesem Buch mitzuschreiben.
 
Wie soll das aussehen:
·        Wählen Sie/Wählt Ihre/Eure Lieblingsstelle in der Bibel aus, oder eine Stelle, die besonders Mut und Hoffnung für Sie/Euch ausdrückt oder auch eine Stelle, die frag-würdig ist und Schwierigkeiten bereitet
·        Es kann anstatt einer Bibelstelle auch ein Gebet oder ein Spruch gewählt werden, der diesen Mut und diese Hoffnung ausdrückt.
·        Schreiben Sie/Schreibt diese Stelle in Ihrer/Eurer eigenen Handschrift auf ein DinA4 Blatt (wenn möglich ohne Lochung)
·        Diese Seite kann auch noch bunt, mit Formen und Farben gestaltet werden. Auch die Schrift kann sehr kreativ sein.
·        Dieses gestaltete Blatt kann gerne mit Namen oder mit Namenskürzel versehen werden.
 
Wir freuen uns, wenn viele mitmachen.
 
Dieses Buch kann uns stärken – auch wenn „die Zeiten“ wieder sicherer sind. Es wird eine neue Zeit sein mit anderen Herausforderungen als vor Beginn der Corona-Krise.
 
Aber auch diese neue Zeit werden wir annehmen und bestehen – gestärkt in unserem Glauben.
Dazu soll auch dieses Buch dann eine Hilfe sein.
Wer mitmacht, bitte einfach das beschriebene Blatt in die Briefkästen der Pfarrämter einwerfen oder postalisch an uns schicken.
Wir werden diese Mutmach-Schätze sammeln und in einer gesammelten Form in unseren Kirchen auslegen.
Bleiben Sie gesund.
Bleibt gesund!
Liebe Grüße
Sandra Nitsche, Gemeindereferentin
Sabine Hansen, Pastoralreferentin
Hier die Adressen: 
 

 
Kath. Pfarramt St. Jakobus
Sandra Nitsche, Gemeindereferentin
Rheingoldstr. 3, 68199 Mannheim
 
Kath. Pfarramt Maria Hilf
Sabine Hansen, Pastoralreferentin
August-Bebel-Str. 49, 68199 Mannheim

 
 
 
 

Donnerstag, 9. April 2020

Dietrich Bonhoeffer - Von guten Mächen wunderbar geborgen

Heute vor 75 Jahren wurde in den letzten Tagen des Dritten Reiches noch Anhänger des Widerstands als Rache (vgl. heute Artikel im MM) hingerichtet. Darunter auch der evang. Theologe und Pfarrer Dietrich Bonhoeffer.
Er hat uns eines der tröstlichsten Gebete hinterlassen:


Von guten Mächten treu und still umgeben,
behütet und getröstet wunderbar,
so will ich diese Tage mit euch leben
und mit euch gehen in ein neues Jahr.

Noch will das alte unsre Herzen quälen,
noch drückt uns böser Tage schwere Last.
Ach Herr, gib unsern aufgeschreckten Seelen
das Heil, für das du uns geschaffen hast.

Und reichst du uns den schweren Kelch, den bittern
des Leids, gefüllt bis an den höchsten Rand,
so nehmen wir ihn dankbar ohne Zittern
aus deiner guten und geliebten Hand.

Doch willst du uns noch einmal Freude schenken
an dieser Welt und ihrer Sonne Glanz,
dann wolln wir des Vergangenen gedenken,
und dann gehört dir unser Leben ganz.

Lass warm und hell die Kerzen heute flammen,
die du in unsre Dunkelheit gebracht,
führ, wenn es sein kann, wieder uns zusammen.
Wir wissen es, dein Licht scheint in der Nacht.

Wenn sich die Stille nun tief um uns breitet,
so lass uns hören jenen vollen Klang
der Welt, die unsichtbar sich um uns weitet,
all deiner Kinder hohen Lobgesang.

Von guten Mächten wunderbar geborgen,
erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist bei uns am Abend und am Morgen
und ganz gewiss an jedem neuen Tag.

Dietrich Bonhoeffer, Von guten Mächten, in seinem Brief an Maria von Wedemeyer aus dem Kellergefängnis des Reichssicherheitshauptamts in Berlin, Prinz-Albrecht-Straße, 19. Dezember 1944. Erstmals veröffentlicht 1951 in: Eberhard Bethge (Hrsg.), Dietrich Bonhoeffer. Widerstand und Ergebung. Briefe und Aufzeichnungen aus der Haft.

Eingestellt von: Sabine Hansen

 Christi Himmelfahrt Predigt und Orgelspiel aus der Vorabendmesse M. Wetzel