Samstag, 30. Mai 2020

Pfingsten

Rom, Vatikan, Basilika St. Peter, Die Taube des Heiligen Geistes (Cathedra Petri, Bernini).jpg
Von Dnalor 01 - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0 at, Link
Rom, Vatikan, Basilika St. Peter, Die Taube des Heiligen Geistes (Cathedra Petri, Bernini)


Impuls zum Pfingstfest


An Pfingsten hören wir im Evangelium eine Szene vom Abend des Ostertages, aus dem 20.
Kapitel des Johannesevangeliums:

19 Am Abend dieses ersten Tages der Woche, als die Jünger aus Furcht vor den Juden bei
verschlossenen Türen beisammen waren, kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte zu ihnen:
Friede sei mit euch!
20 Nach diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite. Da freuten sich die
Jünger, als sie den Herrn sahen.
21 Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.
22 Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sagte zu ihnen: Empfangt den
Heiligen Geist! 23 Denen ihr die Sünden erlasst, denen sind sie erlassen; denen ihr sie
behaltet, sind sie behalten.

Hier schließt sich im Johannesevangelium der Kreis: Am Anfang, in den ersten Versen, war
von der Schöpfung die Rede, von dem Wort, das von Anfang an bei Gott war und durch das
alles geworden ist. Nun, am Ende des Evangeliums, wird auf die Szene von der Erschaffung Adams Bezug genommen: So wie Gott dem Adam den Lebensatem eingibt, so haucht Jesus seine Jünger an und übergibt ihnen den Heiligen Geist. Es geht hier also nicht etwa nur um die Gründung einer Organisation, eines Vereins: es geht um neue Schöpfung, um Vollendung der Menschwerdung. Unmittelbare Konsequenz der Übergabe des Geistes ist die Vollmacht, Sünden zu vergeben. Die Gemeinde Jesu hat die Aufgabe, Menschen aus der Gottesferne (das eigentlich meint ‚Sünde‘) herauszuführen, sie hat die Verantwortung, in der Welt an Gott zu erinnern und die Verbindung mit ihm aufrechtzuerhalten.
In der Apostelgeschichte wird uns das Pfingstereignis in einer Erzählung vor Augen gestellt
(Apg 2, 1-11):

1 Als der Tag des Pfingstfestes gekommen war, waren alle zusammen am selben Ort.
2 Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie wenn ein heftiger Sturm daherfährt,
und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen.
3 Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten; auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder.
4 Und alle wurden vom Heiligen Geist erfüllt und begannen, in anderen Sprachen zu reden,
wie es der Geist ihnen eingab. 5 In Jerusalem aber wohnten Juden, fromme Männer aus allen Völkern unter dem Himmel. 6 Als sich das Getöse erhob, strömte die Menge zusammen und war ganz bestürzt; denn jeder hörte sie in seiner Sprache reden.
7 Sie waren fassungslos vor Staunen und sagten: Seht! Sind das nicht alles Galiläer, die hier reden? 8 Wieso kann sie jeder von uns in seiner Muttersprache hören:
9 Parther, Meder und Elamiter, Bewohner von Mesopotamien, Judäa und Kappadokien, von
Pontus und der Provinz Asien, 10 von Phrygien und Pamphylien, von Ägypten und dem Gebiet Libyens nach Kyrene hin, auch die Römer, die sich hier aufhalten, 11 Juden und Proselyten, Kreter und Araber - wir hören sie in unseren Sprachen Gottes große Taten verkünden.

Das Verhängnis des Nicht-Verstehen-Könnens (im Buch Genesis in der Geschichte vom
Turmbau zu Babel erzählt) wird hier in einem göttlichen Schöpfungsakt geheilt: Menschen
verschiedenster Sprachen und Völker können die eine gute Botschaft verstehen.

Und hier eine Kurzpredigt.

Ich wünsche Ihnen ein schönes, geisterfülltes Pfingstfest,

M. Wetzel

Sonntag, 24. Mai 2020

Impuls zum 7. Sonntag in der Osterzeit




Die Lesung des 7. Sonntags der Osterzeit ist aus dem 1. Kapitel der Apostelgeschichte:

12 Dann kehrten sie von dem Berg, der Ölberg genannt wird und nur einen Sabbatweg von Jerusalem entfernt ist, nach Jerusalem zurück.
13 Als sie in die Stadt kamen, gingen sie in das Obergemach hinauf, wo sie nun ständig blieben: Petrus und Johannes, Jakobus und Andreas, Philippus und Thomas, Bartholomäus und Matthäus, Jakobus, der Sohn des Alphäus, und Simon, der Zelot, sowie Judas, der Sohn des Jakobus.
14 Sie alle verharrten dort einmütig im Gebet, zusammen mit den Frauen und Maria, der Mutter Jesu, und seinen Brüdern.

Eine Ur-Szene von Kirche wird hier dargestellt: die erste Gemeinde, einmütig im Gebet versammelt mit den Aposteln und mit Maria. Christliche Gemeinde soll das Beste und Schönste von Gott selbst erwarten: das ist der Sinn des einmütigen, inständigen Gebets: Offenheit für Gottes Wirken, Bereitschaft, seinen Heiligen Geist zu empfangen. Die Apostel werden namentlich aufgeführt: Jesus hat sie als Verkörperung seiner Absicht gerufen, das Gottesvolk neu zu versammeln. Es geht nicht um eine abstrakte Idee, es geht um die Versammlung konkreter Menschen. Es ist eine verletzte Gemeinschaft: einer fehlt, Judas, der Verräter. Andere, selbst Petrus, haben Jesus noch vor kurzem verleugnet. Die Kirche steht in der Nachfolge dieser verletzten Gemeinschaft – aber auch unter dem Auftrag Jesu, auch in unserer Zeit das Gottesvolk zu versammeln. Die Erwähnung Marias schlägt den Bogen ganz zum Anfang des Evangeliums: Sie steht nicht für irgendwelche menschlichen Vorzüge, sondern für ihr ‚Ja‘ zu den Plänen Gottes.
Im Evangelium lesen wir aus den Abschiedsreden Jesu, im 17. Kapitel des Johannesevangeliums:

1 Dies sprach Jesus. Und er erhob seine Augen zum Himmel und sagte: Vater, die Stunde ist gekommen. Verherrliche deinen Sohn, damit der Sohn dich verherrlicht! 2 Denn du hast ihm Macht über alle Menschen gegeben, damit er allen, die du ihm gegeben hast, ewiges Leben schenkt. 3 Das aber ist das ewige Leben: dass sie dich, den einzigen wahren Gott, erkennen und den du gesandt hast, Jesus Christus. 4 Ich habe dich auf der Erde verherrlicht und das Werk zu Ende geführt, das du mir aufgetragen hast. 5 Jetzt verherrliche du mich, Vater, bei dir mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, bevor die Welt war!
6 Ich habe deinen Namen den Menschen offenbart, die du mir aus der Welt gegeben hast. Sie gehörten dir und du hast sie mir gegeben und sie haben dein Wort bewahrt. 7 Sie haben jetzt erkannt, dass alles, was du mir gegeben hast, von dir ist. 8 Denn die Worte, die du mir gabst, habe ich ihnen gegeben und sie haben sie angenommen. Sie haben wahrhaftig erkannt, dass ich von dir ausgegangen bin, und sie sind zu dem Glauben gekommen, dass du mich gesandt hast. 9 Für sie bitte ich; nicht für die Welt bitte ich, sondern für alle, die du mir gegeben hast; denn sie gehören dir. 10 Alles, was mein ist, ist dein, und was dein ist, ist mein; in ihnen bin ich verherrlicht. 11 Ich bin nicht mehr in der Welt, aber sie sind in der Welt und ich komme zu dir.
Heiliger Vater, bewahre sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast, damit sie eins sind wie wir!

In diesem Abschnitt aus dem Johannesevangeliums wird uns dasselbe, was wir in der Apostelgeschichte als Erzählung gehört haben, gewissermaßen aus der Innenperspektive dargestellt: ein dramatisches Spiel zwischen Gott dem Vater – Jesus, seinem Sohn – dem Heiligen Geist – und den Menschen, die zu Jesus gehören. Ein Spiel, bei dem ein Begriff immer wieder auftaucht: Herrlichkeit – Verherrlichung.
In der Sprache der Bibel bedeutet „Verherrlichen“ hier etwa: eine Person ins recht Licht setzen. Sie so sehen, wie Gott es will. ‚Herrlichkeit‘ meint Göttliches Licht, das alles mit neuer Klarheit erfüllt. Gott der Vater verherrlicht den Sohn – er beglaubigt den Lebensentwurf des liebenden, leidenden, sterbenden Jesus. Jesus verherrlicht den Vater: er ermöglicht uns erst, Gott recht zu erkennen, ihm als dem liebenden Vater zu vertrauen. Durch seine Gemeinde wird Jesus verherrlicht: Sie bezeugt ihn vor der Welt. Und auf die Menschen, die sich auf dieses göttliche Spiel der Verherrlichung einlassen, fällt dann selbst ein neues Licht: sie treten aus der Zufälligkeit und Nichtigkeit dieser Welt ein in die wunderbare Welt der Gnade und der Liebe Gottes. 

Ich wünsche Ihnen einen frohen Sonntag und die Gaben des Heiligen Geistes,

M. Wetzel

Donnerstag, 21. Mai 2020

Christi Himmelfahrt

1075 Himmelfahrt Christi anagoria
Anagoria / CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0)
Relief mit der Himmelfahrt Christi; Oströmisches Reich, 2. Hälfte des 11. Jhd.; Museum für Byzantinische Kunst (Inv. 580), Bodemuseum Berlin


Impuls zum Fest Christi Himmelfahrt

In der Lesung hören wir aus dem 1. Kapitel der Apostelgeschichte:

11 Im ersten Buch, lieber Theophilus, habe ich über alles berichtet, was Jesus von
Anfang an getan und gelehrt hat, 2 bis zu dem Tag, an dem er in den Himmel
aufgenommen wurde. Vorher hat er den Aposteln, die er sich durch den Heiligen Geist
erwählt hatte, Weisung gegeben. 3 Ihnen hat er nach seinem Leiden durch viele
Beweise gezeigt, dass er lebt; vierzig Tage hindurch ist er ihnen erschienen
4 Beim gemeinsamen Mahl gebot er ihnen: Geht nicht weg von Jerusalem, sondern
wartet auf die Verheißung des Vaters, die ihr von mir vernommen habt! 5 Denn
Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber werdet schon in wenigen Tagen mit dem
Heiligen Geist getauft werden. 6 Als sie nun beisammen waren, fragten sie ihn: Herr,
stellst du in dieser Zeit das Reich für Israel wieder her? 7 Er sagte zu ihnen: Euch steht
es nicht zu, Zeiten und Fristen zu erfahren, die der Vater in seiner Macht festgesetzt
hat. 8 Aber ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch
herabkommen wird; und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa
und Samarien und bis an die Grenzen der Erde.
9 Als er das gesagt hatte, wurde er vor ihren Augen emporgehoben und eine Wolke
nahm ihn auf und entzog ihn ihren Blicken. 10 Während sie unverwandt ihm nach zum
Himmel emporschauten, siehe, da standen zwei Männer in weißen Gewändern bei
ihnen 11 und sagten: Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und schaut zum
Himmel empor? Dieser Jesus, der von euch fort in den Himmel aufgenommen wurde,
wird ebenso wiederkommen, wie ihr ihn habt zum Himmel hingehen sehen.


Die ersten Verse der Apostelgeschichte stehen an einem Übergang: literarisch geht es um
den Übergang zum zweiten Band des Doppelwerkes Lukasevangelium – Apostelgeschichte.
Ganz knapp wird noch einmal der Inhalt des ersten Bandes referiert: Jesus hat gelehrt und
gewirkt, er hat gelitten und ist nach seiner Auferstehung den Jüngern erschienen. Und das
führt dann gleich zur zentralen Frage der Apostel: Herr, stellst du in dieser Zeit das Reich für
Israel wieder her? In der Tat – die Verkündigung des ‚Reiches Gottes‘ stand im Mittelpunkt
der Botschaft Jesu, die Apostel haben recht, wenn sie fragen, was nun daraus wird. Jesus
weist die Frage keineswegs ab, es geht ihm aber nicht um Spekulationen über den Zeitpunkt,
es geht ihm darum, dass seine Jünger ein tieferes Verständnis des Gottesreiches finden: Es
kann anbrechen, wenn sie beisammen bleiben, wenn sie auf sein Wort vertrauen, wenn sie
sich von ihm mit den Gaben des Heiligen Geistes ausstatten lassen.

Die Himmelfahrt Jesu ist notwendiger Teil des Übergangs, des Neuanfangs, von dem an
Anfang der Apostelgeschichte die Rede ist. Die Situation der Jüngerinnen und Jünger, die
Jesus nicht mehr unmittelbar bei sich haben, aber dennoch von seinem Geist erfüllt sind,
steht für die Situation des mündigen, freien Christen: er soll nicht ‚in den Himmel starren‘
oder auf Erfahrungen der Vergangenheit fixiert sein, sondern im Vertrauen auf den
lebendigen Gottesgeist mutig den Weg Jesu weitergehen und sein Zeuge in der Welt sein.

Im Tagesgebet von Christi Himmelfahrt beten wir:

Allmächtiger, ewiger Gott, erfülle unser Herz mit Freude und Dankbarkeit,
denn in der Himmelfahrt deines Sohnes hast du den Menschen erhöht.
Schenke uns das feste Vertrauen, dass auch wir zu der Herrlichkeit gerufen sind,
in die Christus uns vorausgegangen ist, der in der Einheit des Heiligen Geistes

Ich wünsche Ihnen ein schönes Fest Christi Himmelfahrt und eine gute Vorbereitung auf das
Pfingstfest,

M. Wetzel

Mittwoch, 20. Mai 2020

Sonntag, 17. Mai 2020

6. Sonntag in der Osterzeit


Hier finden Sie einen Impuls zum heutigen Sonntag, hier auch eine Kurzpredigt.

Tagesgebet vom 6. Sonntag der Osterzeit: 


Allmächtiger Gott, lass uns die österliche Zeit in herzlicher Freude begehen
und die Auferstehung unseres Herrn preisen,
damit das Ostergeheimnis, das wir in diesen fünfzig Tagen feiern,
unser ganzes Leben prägt und verwandelt. 
Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, 
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. Amen.

M. Wetzel

Sonntag, 10. Mai 2020

Wieder Gottesdienste in unseren Kirchen


Ab dem 16./17. Mai werden wir wieder mit der Feier der Gottesdienste in den Kirchen der Seelsorgeeinheit Mannheim Südwest beginnen. 
Dafür sind strikte Regeln im Sinne des Infektionsschutzes einzuhalten, allein schon der vorgeschriebene Mindestabstand von 2 Metern wird dafür sorgen, dass die Zahl der Gottesdienstteilnehmer sehr überschaubar sein wird (voraussichtlich ca. 30-40 Personen). Daher bitten wir sie zumindest für die Sonntagsgottesdienste um eine telefonische Voranmeldung. 
Die Gottesdienste werden zu den gewohnten Zeiten stattfinden (Samstag, 16. Mai um 18.00 Uhr in St. Josef; Sonntag, 17. Mai um 9.30 Uhr in St. Jakobus; Sonntag, 17. Mai um 11.00 Uhr in Maria Hilf). Wenn Sie an einem der Gottesdienste teilnehmen möchten, melden Sie sich bitte telefonisch zu den Bürozeiten bei einem unserer Pfarrbüros an. 
Bitte beachten Sie: Personen mit Fieber oder Atemwegserkrankungen können nicht am Gottesdienst teilnehmen. Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung während des Gottesdienstes ist empfohlen (aber nicht verpflichtend). 
Unser Bischof hat auch weiterhin die kirchenrechtliche Verpflichtung der Gläubigen zum Besuch des Sonntagsgottesdienstes ausgesetzt. Die Fernseh- und Internetangebote (natürlich auch die Angebote über dieses Blog) für die Feier des Sonntagsgottesdienstes zu Hause wird es weiterhin geben.
Auch die Werktags-Messfeiern werden ab dem 18. Mai zu den gewohnten Zeiten stattfinden. 

M. Wetzel

Sonntag Cantate Domino

Am Songtag "Cantate Domino" (nach dem Eröffnungsvers 'Singt dem Herrn ein neues Lied') vermissen wir festliche Kirchemusik und Gemeindegesang ganz besonders. 
Schön, dass uns unser Kirchenmusiker Wolfgang Schubardt ein Lied zum Marienmonat eingspielt hat: "Gegrüßet seist du, Königin", hier auch als Video.

Marien-Mosaik in der Maria Hilf Kirche
M. Wetzel

5. Sonntag in der Osterzeit


Sie finden hier einen Impuls zum heutigen Sonntag und hier eine Kurzpredigt.

Gesegneten Sonntag,

M. Wetzel

Freitag, 8. Mai 2020

Nie wieder!

Lassen Sie uns heute an alle denken, die durch die barbarische Herrschaft der Nationalsozialisten ihr Leben lassen mussten,
an alle, die ihre Heimat verloren haben,
an alle, die unter unsäglichen Grausamkeiten leiden mussten,
an alle, die in irgendeiner Weise Unrecht erfahren haben!
Maria Hilf

St. Josef

St. Jakobus
An den Eingängen finden Sie diese Zettel „Friede sei mit dir“" zum Mitnehmen auf der Rückseite können Sie auch einen Namen schreiben. Gerne auch die Flyer vom "Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge", der einen ganz wichtigen Betrag seit Jahrzehnten leistet zum Gedenken, zur Gräberfürsorge, zur Bildung.
Nie wieder - Krieg, Faschismus, Rassismus
Wir werden allen Opfern dieser barbarischen Zeit im Gebet gedenken und es werden Kerzen für sie brennen.
  
„Ich bitte alle Deutschen: Gedenken Sie heute in Stille der Opfer des Krieges und des Nationalsozialismus!“ Bundespräsident Steinmeier hat an die Befreiung vom Nationalsozialismus und das Ende des Zweiten Weltkriegs vor 75 Jahren erinnert. Er betonte: „Der 8. Mai 1945 war nicht das Ende der Befreiung – Freiheit und Demokratie sind sein bleibender Auftrag, unser Auftrag!“

"Die persönliche Schuld mögen die Täter mit ins Grab genommen haben. Doch die Verantwortung, den Schwur "Nie wieder" einzulösen, tragen wir als nachkommende Generationen für alle Zeiten." Martin Schulz








5. Mai 2020 - 75 Jahre Kriegsende



8. Mai 2020 – der Tag der Befreiung

75 Jahre Kriegsende
Der 8. Mai ist der Tag der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht.
Unsägliches Leid ist durch die Herrschaft der Nationalsozialisten über Deutschland, Europa, die Welt gekommen.

Nie wieder – Krieg, Rassismus, Nationalismus, Ausgrenzung

Ja zu – Völkerverständigung, Nächstenliebe, Toleranz, Aussöhnung

Währet den Anfängen – Zivilcourage in einer Zeit, in der nationalistisches, rassistisches Denken wieder salonfähig scheint.
Die Stimme erheben für die Nächste/den Nächsten, für Friede auf der Welt, gegen Ungerechtigkeiten, für den Schutz jeden menschlichen Lebens.

 
 
 
Geplant war ein ökumenischer Gottesdienst – bedingt durch die Coronakrise, wird es eine Stellwand in jeder unserer Kirchen geben.

Wir wollen an diesen Tag erinnern, an die Zeiten davor und danach!

Viele, viele von uns sind betroffen, sei es als Zeitzeugin/Zeitzeuge oder als Nachkriegskinder und Nachkriegsenkelkinder.

Wir laden Sie ein, in das ausgelegte Buch Ihre Gedanken, Gefühle, Gebete zu schreiben – aber auch die Namen derer, die aus Ihren Familien diese Zeit nicht überlebt haben.


Nehmen Sie an den Ausgängen den Zettel „Friede sei mit dir" mit, auf der Rückseite können Sie auch einen Namen schreiben.

Wir werden allen Opfern dieser barbarischen Zeit im Gebet gedenken und es werden Kerzen für sie brennen.


Kein Mensch ist vergessen!
Kath. Seelsorgeeinheit Mannheim Südwest Rheingoldstr. 3 68199 Mannheim Tel:0621/30085600

Sabine Hansen, Past.ref.

8. Mai - vor 75 Jahren endete der 2. Weltkrieg

Die deutschen Bischöfe haben ein Wort zum Kriegsende vor 75 Jahren veröffentlicht, in dem sie sich auch sehr selbstkritisch mit der Rolle der Kirche und der Bischöfe im Krieg auseinandersetzen.

M. Wetzel

Mittwoch, 6. Mai 2020

Pressemitteilung des Dekanats

Das kath. Stadtdekanat Mannheim veröffentlichte in Verbindung mit dem ev. Dekanat folgende Mitteilung:

Ab 17. Mai wieder öffentliche Gottesdienste in Mannheim
Ökumene: Gottesdienste finden statt, Online-Angebote und geöffnete Kirchen bleiben bestehen
(06.05.2020, Mannheim) Am 17. Mai finden in Mannheim die ersten Gottesdienste seit dem Corona-Verbot statt. Darauf haben sich die Evangelische und die Katholische Kirche verständigt. „Wir beginnen schrittweise und mit großer Sorgfalt“, sind sich die Dekane Ralph Hartmann und Karl Jung einig.
Seit 17. März waren keine öffentlichen Gottesdienste mehr erlaubt, jetzt öffnen evangelische und katholische Kirchen wieder ihre Türen für Gottesdienste. In Mannheim geschieht das in ökumenischer Verbundenheit. Viele der Gotteshäuser waren seit Mitte März für das stille Gebet geöffnet und bleiben das weiterhin. Ab Sonntag, 17. Mai, wird es nun in ausgewählten Kirchen wieder öffentliche Einladungen zum Gottesdienst geben.
Viele Gläubige sehnen sich danach, dass Gottesdienste wieder stattfinden können, wissen die Dekane Ralph Hartmann und Karl Jung. Eine Rückkehr in Vor-Corona-Zeiten wird wegen der notwendigen Schutzmaßnahmen nicht möglich sein. Die Einladung zu Gottesdiensten erfolge aus dem Herzen und mit großem Bedacht, betonen beide Dekane, denn der Schutz von Gesundheit und Leben seien ein Gebot der Nächstenliebe. Aktuell erarbeiten die Gemeinden und Seelsorgeeinheiten Konzepte, die die Vorgaben mit den örtlichen Gegebenheiten verbinden. Bindend sind dabei die Maßnahmen, die die Evangelische Landeskirche und die Erzdiözese Freiburg festgelegt haben.

Evangelische Kirche: Schrittweise in regional ausgewählten Kirchen
„Wir haben intensiv abgewogen zwischen der Verantwortung für Gesundheit und dem Bedürfnis nach gemeinsam in unseren Kirchen gefeierten Gottesdiensten. In unseren sieben Regionen haben sich die Gemeinden auf zwölf Kirchen verständigt, die unter den besonderen Bedingungen mit Gottesdiensten beginnen“, sagt Dekan Ralph Hartmann. Einschneidend wird bei der Freude über den Gottesdienst sein, dass unter den aktuellen Schutzmaßnahmen das Abendmahl als erlebte Gemeinschaft nicht authentisch umsetzbar ist. Auch das für die Gemeinschaft und die liturgische Tradition so wichtige gemeinsame Singen wird vorerst nicht möglich sein. Ob und wie unter den vorgegebenen Voraussetzungen Gottesdienste gefeiert werden, ob analog oder digital, entscheiden die Gemeinden vor Ort und in regionaler Absprache.

Katholische Kirche: Start zum frühestmöglich verantwortbaren Zeitpunkt
„Die Auflagen sind umfangreich und für katholische Gottesdienste mit Eucharistiefeier hinsichtlich des Infektionsschutzes berechtigterweise weitreichend und streng,“ erklärt Dekan Karl Jung „Um all das zu organisieren, Liturgen entsprechend zu schulen und die Gläubigen ausreichend informieren zu können, ist der Termin 17. Mai für mich der frühestmöglich verantwortbare Zeitpunkt“. Schließlich gehe es bei allen einzuhaltenden Schutzmaßnahmen auch um eine würdige Feier des Gottesdienstes, gerade weil so vieles liturgisch Gewohntes – vom Gemeindegesang bis hin zum Friedensgruß – auch weiterhin nicht möglich sein werde.
Die Online-Angebote, mit denen beide Konfessionen gute Erfahrungen gemacht haben, bleiben bestehen. Lifestreams und Präsenzen auf youtube-Kanälen machen Gottesdienste und Andachten in den sozialen Netzwerken rund um die Uhr erlebbar. Auch die Mannheimer Fernsehgottesdienste, die sonntags ausgestrahlt und anschließend online abrufbar sind, werden weitergeführt, vorerst bis zum Pfingstsonntag am 31. Mai. (dv/schu)
(gepostet von M. Wetzel)

Montag, 4. Mai 2020

Gottesdienste in Zeiten der Corona-Krise

Inzwischen wurde die Instruktion unseres Bischofs zur Feier der Liturgie in Zeiten der Corona-Krise veröffentlicht.
Neben zahlreichen Einzelheiten legt sie vor allem den Mindestabstand von 2 Metern zwischen den Teilnehmern beim Gottesdienst fest. (Familien können allerdings zusammen sitzen). Das bedeutet, dass die Zahl der Mitfeiernden in unseren Kirchen sehr begrenzt sein wird – höchstens ca. 40 Personen.
In den kommenden Tagen werden wir nun ein Infektionsschutzkonzept für die jeweiligen Kirchen erarbeiten, auch im Dekanat werden noch Überlegungen angestellt, wie die Gottesdienste wieder aufgenommen werden können. Man kann wohl davon ausgehen, dass in diesem begrenzten Rahmen und mit etlichen Schutzmaßnahmen nach dem 15. Mai wieder öffentliche Gottesdienste stattfinden werden.
Ich bitte Sie also um Geduld; Sorgfalt geht hier sicher vor Schnelligkeit. Nicht zuletzt werden wir mit dem Pfarrgemeinderat(Vorstand) und dem Seelsorgeteam klären müssen, wie die Auswahl der Gottesdienstbesucher erfolgen soll – möglich wäre sowohl eine vorherige Anmeldung wie auch eine Einladung an bestimmte Gruppen.
Unserem Bischof ist besonders wichtig, dass ein breites gottesdienstliches Angebot geschaffen wird: neben den Eucharistiefeiern also auch Wort-Gottes-Feiern, Stundengebet, Formen der Anbetung etc.
Die kirchenrechtliche Verpflichtung der Gläubigen zum Besuch des Sonntagsgottesdienstes bleibt ausdrücklich bis auf Weiteres ausgesetzt, es sollen also auch weiter die Angebote über Fernsehen, Internet u.ä. erfolgen.

M. Wetzel

Sonntag, 3. Mai 2020

Blick in unsere Kirchen

Symbole der Erstkommunionkinder vor dem Altar der St. Josefskirche

Maialtar in der Maria Hilf Kirche
(gepostet von M. Wetzel)

4. Sonntag der Osterzeit

Der 4. Sonntag der Osterzeit wird auch Guter-Hirte-Sonntag genannt: Jesus zeigt sich im 10. Kapitel des Johannesevangeliums als der Gute Hirte.


Amen, amen, ich sage euch: Wer in den Schafstall nicht durch die Tür hineingeht, sondern anderswo einsteigt, der ist ein Dieb und ein Räuber. 2 Wer aber durch die Tür hineingeht, ist der Hirt der Schafe. 3 Ihm öffnet der Türhüter und die Schafe hören auf seine Stimme; er ruft die Schafe, die ihm gehören, einzeln beim Namen und führt sie hinaus.
 4 Wenn er alle seine Schafe hinausgetrieben hat, geht er ihnen voraus und die Schafe folgen ihm; denn sie kennen seine Stimme.
 
5 Einem Fremden aber werden sie nicht folgen, sondern sie werden vor ihm fliehen, weil sie die Stimme der Fremden nicht kennen.
 
6 Dieses Gleichnis erzählte ihnen Jesus; aber sie verstanden nicht den Sinn dessen, was er ihnen gesagt hatte.


7 Weiter sagte Jesus zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Ich bin die Tür zu den Schafen.
 8 Alle, die vor mir kamen, sind Diebe und Räuber; aber die Schafe haben nicht auf sie gehört.
 
9 Ich bin die Tür; wer durch mich hineingeht, wird gerettet werden; er wird ein- und ausgehen und Weide finden. 10 Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu schlachten und zu vernichten; ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.


Jesus als der Gute Hirte: Statue am Pfarrhaus St. Jakobus, Neckarau


M. Wetzel

Samstag, 2. Mai 2020

Mariengebet

Marien-Mosaik in der St. Josefskirche

Eines der ältesten Mariengebete, das in seinem Kern auf das 3./4. Jahrhundert zurückgeht:


Unter deinen Schutz und Schirm fliehen wir, o heilige Gottesgebärerin;
verschmähe nicht unser Gebet in unseren Nöten,
sondern erlöse uns jederzeit von allen Gefahren.
O du glorreiche und gebenedeite Jungfrau,
unsere Frau, unsere Mittlerin,
unsere Fürsprecherin.
Versöhne uns mit deinem Sohne,
empfiehl uns deinem Sohne,
stelle uns vor deinem Sohne.

M. Wetzel

Freitag, 1. Mai 2020

Öffentliche Gottesdienste wieder möglich?

Liebe Blog-Leserinnen und Leser,
 
Sicher haben Sie mit Interesse die Meldungen aus der Konferenz der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten wahrgenommen, dass öffentliche Gottesdienste wieder ermöglicht werden sollen. Das bedeutet allerdings nicht, dass wir nun sofort unser gewohntes Gottesdienstprogramm wiederaufnehmen. Zunächst müssen diese politischen Absichtserklärungen in die entsprechende Rechtsverordnung des Landes umgesetzt werden, dann wird unser Bischof Ausführungsbestimmungen für die Feier der Gottesdienste erlassen. Das erwarten wir für die kommende Woche. Da wir dann auch Zeit brauchen, die konkreten Konzepte und Maßnahmen vor Ort zu entwickeln und durchzuführen, hat Dekan Karl Jung zusammen mit dem Dekanatsleitungsteam beschlossen, dass vor dem 15. Mai keine öffentlichen Gottesdienste im Dekanat Mannheim stattfinden werden. Ich werde Sie dann rechtzeitig informieren, in welcher Weise Gottesdienste für die Zeit nach dem 15.5. gefeiert werden können.

M. Wetzel

Marienmonat Mai

Marienstatue in der Werktagskapelle der St. Jakobus Kirche

In fast jeder Kirche findet er sich jetzt, der „Maialtar”, eine besonders mit Blumen und Kerzen geschmückte Marienstatue, die optisch den Mittelpunkt der Maiandachten bildet. Andachten zu Ehren der heiligen Gottesmutter Maria an jedem Tag des Maria geweihten Monats Mai - nicht zu verwechseln mit den Rosenkranzandachten im Monat Oktober - entstanden als barocke Frömmigkeitsform. Die erste von den Kamillianern durchgeführte Maiandacht fand 1784 in Ferrara statt. Im 19. Jahrhundert verbreitete sich diese Andachtsform von Italien aus und setzte sich weltweit in der katholischen Kirche durch.
Die erste Maiandacht in Deutschland war 1841
In Deutschland fand die erste Maiandacht 1841 im Kloster der Guten Hirtinnen in München-Haidhausen statt. Die deutschen Diözesen folgten innerhalb weniger Jahre: 1842 Aachen, 1844 Regensburg, 1847 Breslau und Rottenburg, 1850 Köln und Münster, 1851 Mainz, 1852 Paderborn, Osnabrück und Speyer, vor 1855 Trier, 1855 Eichstätt und Passau, 1858 Augsburg, Freiburg und Würzburg. Bis in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg war es in Deutschland üblich, dass auch jede Familie im Monat Mai zu Hause einen „Maialtar” (rheinisch: „Maialtärchen”) aufbaute: Eine blumengeschmückte Marienstatue (u. a. mit Maiglöckchen) etwa im Herrgottswinkel, ein zusätzliches Ave-Maria zum Morgen-, Tisch- oder Abendgebet und der „Engel-des-Herrn” um 12 Uhr galten als üblich.
Text: Dr.theol. Manfred Becker-Huberti, Köln   
In: Pfarrbriefservice.de
(gepostet von M. Wetzel)

Donnerstag, 30. April 2020

Soziale Isolation von Menschen in Pflegeeinrichtungen beenden

Soziale Isolation von Menschen in Pflegeeinrichtungen jetzt beenden!

Die BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen appellieren dringend an Bund und Länder, ihren Beschluss vom 15. April 2020 so schnell wie möglich umzusetzen und die soziale Isolation von Menschen in Pflegeeinrichtungen zu beenden. Die seit sechs Wochen geltenden Besuchs- und Ausgehverbote sind mit Abstand der schwerste Eingriff in die Grundrechte in der aktuellen Corona-Situation. Die verzweifelte Lage der Betroffenen fasst ein 92-Jähriger in die Worte: „Man hat uns vergessen.“
„Die Zeit drängt. Viele Menschen in Pflegeeinrichtungen leiden massiv unter der erzwungenen Einsamkeit“, sagt der BAGSOVorsitzende Franz Müntefering.
In einer Stellungnahme, die auch den verantwortlichen Politikerinnen und Politikern übermittelt wurde, benennt die BAGSO die zehn dringendsten Maßnahmen. So muss ein gewisses Maß an persönlichen Kontakten nicht nur zu den Mitbewohnerinnen und Mitbewohnern, sondern auch zu den nächsten Angehörigen gewährleistet werden. In der Phase des Sterbens muss eine Begleitung durch Angehörige in allen Pflegeeinrichtungen möglich sein.

Stellungnahme „Soziale Isolation von Menschen in Pflegeeinrichtungen jetzt beenden!“  
Pressekontakt BAGSO Bundesarbeitsgemeinschaft  der Seniorenorganisationen e.V.  Barbara Stupp Telefon 02 28 / 24 99 93 12 stupp@bagso.de

                       
Bonn, 28.04.2020  "Man hat uns vergessen"


Pressemitteilung "Man hat uns vergessen"  


Über die BAGSO Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen vertritt über ihre 120 Mitgliedsorganisationen viele Millionen ältere Menschen in Deutschland. Mit ihren Publikationen und Veranstaltungen – dazu gehören auch die alle drei Jahre stattfindenden Deutschen Seniorentage – wirbt die BAGSO für ein möglichst gesundes, aktives und engagiertes Älterwerden.
(gepostet von Stefan Mayer)

Tageslesung

In der heutigen Lesung wird uns die Begegnung des Philippus mit dem äthiopischen Kämmerer geschildert, Apostelgeschichte 8, 26-40:


26 Ein Engel des Herrn sagte zu Philippus: Steh auf und geh nach Süden auf der Straße, die von Jerusalem nach Gaza hinabführt! Sie führt durch eine einsame Gegend. 27 Und er stand auf und ging. Und siehe, da war ein Äthiopier, ein Kämmerer, Hofbeamter der Kandake, der Königin der Äthiopier, der über ihrer ganzen Schatzkammer stand. Dieser war gekommen, um in Jerusalem anzubeten, 28 und fuhr jetzt heimwärts. Er saß auf seinem Wagen und las den Propheten Jesaja. 29 Und der Geist sagte zu Philippus: Geh und folge diesem Wagen! 30 Philippus lief hin und hörte ihn den Propheten Jesaja lesen. Da sagte er: Verstehst du auch, was du liest? 31 Jener antwortete: Wie könnte ich es, wenn mich niemand anleitet? Und er bat den Philippus, einzusteigen und neben ihm Platz zu nehmen. 32 Der Abschnitt der Schrift, den er las, lautete: 
Wie ein Schaf wurde er zum Schlachten geführt; / und wie ein Lamm, das verstummt, / wenn man es schert, / so tat er seinen Mund nicht auf. 
33 In der Erniedrigung wurde seine Verurteilung aufgehoben. / Seine Nachkommen, wer wird von ihnen berichten? / Denn sein Leben wurde von der Erde fortgenommen. 
34 Der Kämmerer wandte sich an Philippus und sagte: Ich bitte dich, von wem sagt der Prophet das? Von sich selbst oder von einem anderen? 35 Da tat Philippus seinen Mund auf und ausgehend von diesem Schriftwort verkündete er ihm das Evangelium von Jesus. 36 Als sie nun weiterzogen, kamen sie zu einer Wasserstelle. Da sagte der Kämmerer: Siehe, hier ist Wasser. Was steht meiner Taufe noch im Weg? [37] 38 Er ließ den Wagen halten und beide, Philippus und der Kämmerer, stiegen in das Wasser hinab und er taufte ihn. 39 Als sie aber aus dem Wasser stiegen, entrückte der Geist des Herrn den Philippus. Der Kämmerer sah ihn nicht mehr und er zog voll Freude auf seinem Weg weiter. 40 Den Philippus aber sah man in Aschdod wieder. Und er wanderte durch alle Städte und verkündete das Evangelium, bis er nach Cäsarea kam. 

hier ein exegetischer Kommentar zu dieser Stelle:

Die Geschichte von Philippus und dem Äthiopier zeigt einmal mehr, wie Lukas die schmalsten Vignetten für seine größeren literarischen Zwecke einsetzen kann. Die Erzählung selbst besitzt den lebhaften Charme der besten Anekdoten des Lukas: Die Phantasie des Lesers erfreut sich an den visuellen Bildern des Propheten, der vom Geist von Ort zu Ort getragen wird, des eleganten Kämmerers, der in seinem geräumigen Wagen sitzt und über die prophetische Schriftrolle murmelt, während er die Wüstenstraße hinunterrollt, des Philipp, der auf und neben dem Wagen herläuft, während er beim Laufen höflich Fragen stellt und beantwortet, und der beiden Männer, die in diesem menschenleeren Gebiet gemeinsam ins Wasser gehen.
Leser, die in den Anliegen hellenistischer Autoren geschult sind, erkennen die typische Faszination des Lukas für das Exotische und den sozialen Rang. Wie flüchtig diese frühchristlichen Begegnungen mit den Mächtigen - selbst den bürokratischen Mächtigen - auch sein mögen, sie sind bedeutsam. Der Eunuch mag innerhalb der pharisäischen Definition des Volkes Gottes marginal sein, aber er ist eine mächtige Person in seinem eigenen Land (über die gesamte Schatzkammer der Königin!). Sein Wagen ist geräumig genug für sich selbst und die Schriftrollen und einen Gast. Er spricht elegantes Griechisch. Er hat einen Fahrer. Und das Beste von allem ist, dass er die Botschaft über Jesus hört und glaubt. Es ist kein geringer Teil der apologetischen Literatur, zu betonen, wie die eigenen besonderen Ansprüche bei respektablen Menschen auf Zustimmung gestoßen sind (siehe z.B. Josephus, Gegen Apion 1:176-212).
Leser, die in den Symbolen der Bibel geschult sind, schätzen die Geschichte auf einer anderen Ebene. Er ist bereits aufmerksam auf die Art und Weise, in der Philippus durch die stereotype Charakterisierung des Lukas als Prophet identifiziert wurde (vom Geist erfüllt sein, Zeichen und mächtige Taten wirken, das Wort Gottes verkünden), und würde sich über die schrägen Anspielungen auf den Propheten Elia freuen, die dadurch entstehen, dass Philippus von einem Engel angesprochen wird (2. Kön 1,15), vom Geist von Ort zu Ort getragen wird (1. Kön 18,12) und mit dem Wagen einer mächtigen Person die Straße hinunterfährt (1. Kön 18,46).
Noch tiefere prophetische Resonanzen würde die Vision eines äthiopischen Eunuchen wecken, der zum Gottesdienst in den Tempel kommt, die Erinnerung an Texte wie Jes 11,11, in dem Äthiopier zu dem übrigen Volk gehören, das Gott sammelt (siehe Text in den Anmerkungen); oder Jes 56,3-5, in dem versprochen wird, dass Eunuchen, die die Sabbate und den Bund halten, nicht "ein trockener Baum" sein werden, der vom Herrn gefällt wird, sondern einen ehrenvollen Platz im Volk finden werden; oder wie in Zeph 3: 9-10, der einen Tag vorsieht, an dem Jahwe die Rede aller Völker in eine reine Rede umwandeln wird, "damit alle den Namen des Herrn anrufen und ihm einmütig dienen", und weiter ausführt: "Von jenseits der Flüsse Äthiopiens werden meine Bittsteller, die Tochter meiner Zerstreuten, meine Opfergabe bringen.” Die Bekehrung des äthiopischen Eunuchen gibt diesen gedämpften Tönen von Universalität in den Propheten eine Stimme.
Leser, die in den Anliegen der zeitgeschichtlichen Forschung geschult sind, finden weitere faszinierende Aspekte der Geschichte. Sie fragen z.B., ob der Äthiopier ein Proselyt oder ein gottesfürchtiger Heide war, und suchen in der Darstellung nach Hinweisen, um Beweise für eines von beiden zu finden. Welchen Unterschied würde das machen? Wenn der Eunuch ein Heide wäre, dann würde diese Geschichte und nicht die Bekehrung des Kornelius den eigentlichen Beginn der Heidenmission markieren. Der Leser, der für die literarischen Konturen der Apostelgeschichte empfänglich ist, erkennt natürlich, dass die Hauptfrage darin besteht, ob Lukas wollte, dass der Leser dies als den Beginn der Heidenmission ansieht, und die Antwort darauf ist einfach. Der enorme Aufwand, den Lukas in die Korneliusgeschichte (Kapitel 10-15) gesteckt hat, würde überhaupt keinen Sinn machen, wenn Kornelius nicht einen grundlegend neuen Schritt darstellen würde. Wer auch immer der "historische Äthiopier" gewesen sein mag, so will Lukas ihn für seine Leser eindeutig als Teil der "Sammlung des zerstreuten Volkes" Israels sehen.

aus: JOHNSON, LUKE TIMOTHY ; HARRINGTON, D. J. (ed.): The Acts of the Apostles, Sacra Pagina Series. vol. 5. Collegeville, MN : The Liturgical Press, 1992

Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator

(gepostet von M. Wetzel)

Mittwoch, 29. April 2020

Katharina von Siena

Bonifatiuskerk Leeuwarden Catharina van Siëna - detail communiebank 1
RomkeHoekstra / CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)

Der 29. April ist das Fest der heiligen Ordensfrau und Kirchenlehrerin Katharina von Siena (1347-1380), die als Schutzpatronin Europas und besonders Italiens verehrt wird. Sie war eine Mystikerin, die aus visionären Begegnungen mit Christus lebte und ein streng asketisches Leben führte; zugleich war sie aber auch aktiv im öffentlichen Leben: Sie pflegte Pestkranke, diktierte geistliche Schriften, führte eine umfangreiche Korrespondenz mit dem Papst, den sie zur Reform der Kirche mahnte und wirkte als Friedensstifterin zwischen den italienischen Städten. 

Tagesgebet am Fest der Hl. Katharina von Siena:

Allmächtiger, ewiger Gott,
du hast der heiligen Katharina von Siena
das Leiden Christi und die Wunden seiner Kirche vor Augen gestellt.
Im Dienst der Kirche wurde ihre Liebe zu einem lodernden Feuer.
Mache auch uns, die wir zu Christus gehören, bereit, die Leiden seiner Kirche mitzutragen,
damit einst seine Herrlichkeit an uns offenbar wird. 
Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott,
der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. Amen.

M. Wetzel

Dienstag, 28. April 2020

Papst Franziskus

hat einen Brief geschrieben:

GRUSS SEINER HEILIGKEIT PAPST FRANZISKUS
AN DIE WELT DER STRASSENZEITUNGEN

Das Leben von Millionen von Menschen in unserer Welt, die bereits von vielen schwierigen Herausforderungen gepackt und von der Pandemie unterdrückt wird, hat sich verändert und wurde auf eine harte Probe gestellt. Die Schwächsten, die Unsichtbaren, die Menschen ohne festen Wohnsitz riskieren, den höchsten Preis zu zahlen.
Deshalb möchte ich die Welt der Straßenzeitungen und vor allem ihre Verkäufer grüßen, die zum größten Teil obdachlos sind; Menschen, die an den Rand der Gesellschaft gedrängt und arbeitslos sind: Tausende von Menschen, die überall auf der Welt ihren Lebensunterhalt verdienen und dank des Verkaufs dieser außergewöhnlichen Zeitungen eine Arbeit haben.
In Italien denke ich an die guten Erfahrungen mit Scarp de' tenis, dem Projekt der Caritas, das mehr als 130 Menschen in Schwierigkeiten ein Einkommen und damit den Zugang zu grundlegenden Bürgerrechten ermöglicht. Und nicht nur das. Ich denke an die Erfahrung von mehr als 100 Straßenzeitungen in der ganzen Welt, die in 35 verschiedenen Ländern und in 25 verschiedenen Sprachen herausgegeben werden und die mehr als 20.500 Obdachlosen weltweit Beschäftigung und ein Einkommen garantieren. Seit vielen Wochen sind Straßenzeitungen nicht verkauft worden, und ihre Verkäufer haben keine Arbeit mehr. Ich möchte daher meine Nähe zu den Journalisten, den Freiwilligen und denjenigen ausdrücken, die dank dieser Projekte ihren Lebensunterhalt verdienen und die in diesen Zeiten mit vielen innovativen Ideen hart arbeiten. Die Pandemie hat Ihre Arbeit erschwert, aber ich bin sicher, dass das große weltweite Netz von Straßenzeitungen stärker als zuvor zurückkehren wird. In diesen Tagen auf die Ärmsten zu schauen, kann uns allen helfen, uns dessen bewusst zu werden, was wirklich mit uns geschieht, und unseres wahren Zustands. Ich sende Ihnen allen meine Botschaft der Ermutigung und brüderlichen Freundschaft. Ich danke Ihnen für die Arbeit, die Sie leisten, für die Informationen, die Sie geben, und für die Geschichten der Hoffnung, die Sie erzählen.

Franziskus

übersetzt mit www.DeepL.com/Translator

(gepostet von M. Wetzel)

Mut-Mach-Buch

 
Liebe Freundinnen und Freunde,
liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,
liebe Schwestern und Brüder
in der Kirchengemeinde Mannheim Südwest,
Corona-Zeit ist unsichere Zeit.
Corona-Zeit ist aber auch kreative Zeit.
Eine Zeit des Glaubens – wir besinnen uns auf den Glauben, der uns trägt. Wir stärken andere Menschen in dieser Zeit und werden selbst auch gestärkt. Wir merken, dass wir als Getaufte und Gefirmte Verantwortung für unseren Glauben übernehmen können.
Wir sind nicht einsam – wir sind gemeinsam auf dem Weg – immer noch, auch wenn wir uns nicht am Sonntag zum Gottesdienst treffen können.
Wir stehen für einander ein und begleiten einander.
In der Schweiz gibt es dazu eine wunderbare Idee.
In St. Gallen wurden die Menschen dazu aufgerufen, ein Kapitel der Bibel auszuwählen und es in ihrer Handschrift abzuschreiben – so wie es die Mönche in früher in den Klöstern getan haben.
Viele Menschen empfinden diese Corona-Zeit als Zeit der Isolation, der Untätigkeit und der Ungewissheit. Deshalb fand die Idee in St. Gallen sofort großen Anklang.
Wir – Sandra Nitsche und Sabine Hansen – möchten die Idee in einer etwas abgewandelten Form aufgreifen und ein „Mut-Mach-Buch“ in der Kirchengemeinde entstehen lassen.
Wir laden Sie/Euch ein, an diesem Buch mitzuschreiben.
 
Wie soll das aussehen:
·        Wählen Sie/Wählt Ihre/Eure Lieblingsstelle in der Bibel aus, oder eine Stelle, die besonders Mut und Hoffnung für Sie/Euch ausdrückt oder auch eine Stelle, die frag-würdig ist und Schwierigkeiten bereitet
·        Es kann anstatt einer Bibelstelle auch ein Gebet oder ein Spruch gewählt werden, der diesen Mut und diese Hoffnung ausdrückt.
·        Schreiben Sie/Schreibt diese Stelle in Ihrer/Eurer eigenen Handschrift auf ein DinA4 Blatt (wenn möglich ohne Lochung)
·        Diese Seite kann auch noch bunt, mit Formen und Farben gestaltet werden. Auch die Schrift kann sehr kreativ sein.
·        Dieses gestaltete Blatt kann gerne mit Namen oder mit Namenskürzel versehen werden.
 
Wir freuen uns, wenn viele mitmachen.
 
Dieses Buch kann uns stärken – auch wenn „die Zeiten“ wieder sicherer sind. Es wird eine neue Zeit sein mit anderen Herausforderungen als vor Beginn der Corona-Krise.
 
Aber auch diese neue Zeit werden wir annehmen und bestehen – gestärkt in unserem Glauben.
Dazu soll auch dieses Buch dann eine Hilfe sein.
Wer mitmacht, bitte einfach das beschriebene Blatt in die Briefkästen der Pfarrämter einwerfen oder postalisch an uns schicken.
Wir werden diese Mutmach-Schätze sammeln und in einer gesammelten Form in unseren Kirchen auslegen.
Bleiben Sie gesund.
Bleibt gesund!
Liebe Grüße
Sandra Nitsche, Gemeindereferentin
Sabine Hansen, Pastoralreferentin
Hier die Adressen: 
 

 
Kath. Pfarramt St. Jakobus
Sandra Nitsche, Gemeindereferentin
Rheingoldstr. 3, 68199 Mannheim
 
Kath. Pfarramt Maria Hilf
Sabine Hansen, Pastoralreferentin
August-Bebel-Str. 49, 68199 Mannheim

 
 
 
 

Sonntag, 26. April 2020

Papst Franziskus

hat kurz vor Beginn des Marienmonats Mai einen Brief an alle Gläubigen veröffentlicht:

BRIEF DES HEILIGEN VATERS
AN ALLE GLÄUBIGEN ZUM MONAT MAI 2020 

Liebe Brüder und Schwestern,
schon nähert sich der Monat Mai, in dem das Volk Gottes ganz besonders seine Liebe und Verehrung für die Jungfrau Maria zum Ausdruck bringt. In diesem Monat ist es Brauch, den Rosenkranz zu Hause in der Familie zu beten. Die Einschränkungen der Pandemie haben uns „gezwungen“, den häuslichen Aspekt zur Geltung zu bringen, auch unter geistlichem Gesichtspunkt.
Deswegen möchte ich alle einladen, wieder neu zu entdecken, wie schön es ist, im Monat Mai zu Hause den Rosenkranz zu beten. Dies kann man gemeinsam tun oder für sich persönlich; zieht beide Möglichkeiten in Betracht und entscheidet, was in eurem Umfeld besser ist. Auf jeden Fall gibt es aber ein Geheimnis, wie man es machen soll: in Einfachheit. Und es ist leicht, gute Gebetsvorlagen, die man befolgen kann, zu finden – auch im Internet.
Ferner biete ich euch die Texte zweier Gebete zur Gottesmutter an, die ihr am Ende des Rosenkranzes beten könnt und die ich selbst im Monat Mai mit euch im Geiste verbunden beten werde. Ich füge sie diesem Brief an, sodass sie allen zur Verfügung stehen.
Liebe Brüder und Schwestern, wenn wir gemeinsam mit dem Herzen Marias, unserer Mutter, das Antlitz Christi betrachten, wird uns dies immer tiefer als geistliche Familie vereinen und uns helfen, diese Prüfung zu überwinden. Ich werde für euch beten, insbesondere für diejenigen, die am meisten leiden, und ihr betet bitte für mich. Ich danke euch und segne euch von Herzen.
Rom bei St. Johannes im Lateran, am 25. April 2020, dem Fest des heiligen Evangelisten Markus

O Maria,
du erstrahlst immer auf unserem Weg
als Zeichen des Heils und der Hoffnung.
Wir vertrauen auf dich, Heil der Kranken,
der du unter dem Kreuz mit dem Schmerz Jesu vereint warst
und fest deinen Glauben bewahrt hast.
Du, Heil des römischen Volkes,
weißt, was wir brauchen.
Wir sind sicher,
dass du dafür sorgen wirst,
dass wie zu Kana in Galiläa
Freude und Frohsinn zurückkehren mögen
nach dieser Zeit der Prüfung.
Hilf uns, Mutter der göttlichen Liebe,
uns dem Willen des Vaters anzugleichen
und das zu tun, was Jesus uns sagen wird,
der unser Leiden auf sich genommen
und unseren Schmerz getragen hat,
um uns durch das Kreuz
zur Freude der Auferstehung zu führen. Amen.
Unter deinen Schutz und Schirm fliehen wir, o heilige Gottesmutter.
Verschmähe nicht unser Gebet in unseren Nöten,
sondern erlöse uns jederzeit von allen Gefahren,
o du glorreiche und gebenedeite Jungfrau.


Gebet 2
»Unter deinen Schutz und Schirm fliehen wir, o heilige Gottesmutter.«
In dieser dramatischen Situation voll von Leiden und Ängsten, welche die ganze Welt bedrücken, wenden wir uns an dich, o Mutter Gottes und unsere Mutter, und suchen Zuflucht unter deinem Schutz und Schirm.
O Jungfrau Maria, in dieser Pandemie des Coronavirus wende deine barmherzigen Augen uns zu und tröste alle, die um ihre verstorbenen Angehörigen trauern und weinen, die zuweilen in einer die Seele verletzenden Weise beerdigt wurden. Stütze alle, die sich um die Kranken ängstigen, denen sie wegen der Ansteckungsgefahr nicht nahe sein können. Schenke Zuversicht denen, die wegen der ungewissen Zukunft und der Auswirkungen auf Wirtschaft und Arbeit in Sorge sind.
Mutter Gottes und unsere Mutter, erflehe für uns bei Gott, dem barmherzigen Vater, dass diese harte Prüfung ein Ende habe und am Horizont wieder Hoffnung und Friede erscheine. Wie zu Kana trete bei deinem göttlichen Sohn für uns ein, dass die Familien der Kranken und der Verstorbenen getröstet werden und sie im Herzen wieder Vertrauen fassen können.
Beschütze die Ärzte, die Krankenschwestern und –pfleger, die im Gesundheitswesen Tätigen und die Freiwilligen, die in dieser Notsituation an vorderster Front kämpfen und ihr Leben riskieren, um das anderer zu retten. Begleite ihr heroisches Bemühen und gib ihnen Kraft, Güte und Gesundheit.
Sei du bei denen, die Tag und Nacht die Kranken pflegen, und hilf den Priestern, die mit seelsorgerischem Eifer und einem dem Evangelium entsprechenden Einsatz versuchen, allen zu helfen und eine Stütze zu sein.
Heilige Jungfrau Maria, erleuchte den Verstand der Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen, auf dass sie geeignete Lösungen zur Bekämpfung des Virus finden.
Stehe den Verantwortlichen der Nationen bei, dass sie Weisheit, Fürsorge und Großmut walten lassen und mit Weitblick und im Geist der Solidarität durch soziale und wirtschaftliche Programme all denen zur Hilfe kommen, denen das Nötige zum Leben fehlt.
Heilige Maria, rühre die Gewissen an, damit die Unsummen für die Vermehrung immer ausgeklügelterer Waffensysteme vielmehr einer angemessenen Forschung zur künftigen Vermeidung ähnlicher Katastrophen zugutekommen.
O geliebte Mutter, lass in der Welt das Zugehörigkeitsgefühl zu der einen großen Familie wachsen im Bewusstsein des Bandes, das uns alle eint, damit wir in geschwisterlichem und solidarischem Geiste der vielfachen Armut und den Situationen des Elends Abhilfe leisten. Stärke uns, damit wir feststehen im Glauben, Ausdauer haben im Dienen und beharrlich sind im Beten.
O Maria, Trösterin der Betrübten, nimm deine geplagten Kinder in den Arm und erwirke bei Gott, dass er in seiner Allmacht eingreife, um uns von dieser schrecklichen Epidemie zu befreien, damit das Leben unbeschwert wieder seinen normalen Gang aufnehmen kann.
Dir vertrauen wir uns an, die du auf unserem Weg als Zeichen des Heils und der Hoffnung erstrahlst. O gütige, o milde, o süße Jungfrau Maria. Amen.

(gepostet von M. Wetzel)

 Christi Himmelfahrt Predigt und Orgelspiel aus der Vorabendmesse M. Wetzel